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Wegberg
Oldtimerglanz im Dämmerlicht

Wegberg: Oldtimerglanz im Dämmerlicht
Diese Besucher des Moonlight-Oldtimertreffens bewundern vor dem Wegberger Rathaus den völlig überholten und blitzblanken Motorraum einer "Ente", dem Citroën 2 CV, aus den frühen 1980er Jahren. FOTO: Ruth Klapproth
Wegberg. Rege war der Zuspruch der Liebhaber von mehr als 30 Jahre alten Fahrzeugen. Ob zwei, drei oder vier Räder - sie waren am Samstagabend alle beim Moonlight-Oldtimertreffen auf dem Wegberger Rathausplatz willkommen. Von Nicole Peters

Kurz nach Beginn des Moonlight-Oldtimertreffens, das Familie Norgel aus Uevekoven als Veranstalterin zusätzlich zu den monatlichen Treffen ein Mal im Jahr als besondere Attraktion anbietet, war der Rathausplatz mit mehr als 40 Fahrzeugen bereits voll bestückt. Fläche gab es zudem am Rand.

Zeitig waren die Liebhaber der mehr als 30 Jahre alten Fahrzeuge hergekommen, um ihre Schätze auszustellen. Sehen und gesehen werden war eine Devise an diesem Abend. So fanden auch viele Besucher den Weg her, um die große Vielfalt an Automarken und -modellen aus mehreren Ländern zu bestaunen. Livemusik von Rob Sure auf der Bühne am Biergarten zog ebenfalls viel Publikum an. "Die Idee ist es, die Fahrzeuge in der Dämmerung auszustellen", erläuterte Kevin Norgel, der mit Vater Bodo und Bruder für die Organisation zuständig war, "später am Abend gehen die Lampen auf dem Rathausplatz und am Kloster an und das Licht wird im Lack reflektiert, das ist eine ganz andere Stimmung."

Die Autoliebhaber und -kenner stehen an der Zufahrt, weisen Neuankömmlinge ein und begrüßen jeden freundschaftlich mit Handschlag. Selbstverständlich dabei, dass jedes rollende Liebhaberstück gleich gerne gesehen war. Ungefähr die Hälfte der Aussteller waren Stammkunden und die anderen 50 Prozent neu hinzugekommen. Unterschiedliche Interessen stünden bei den Fahrern vorne, sagte Norgel. So kämen Leute, die ganz auf den Rennsport fixiert seien. Ein mehr als 30 Jahre alter Opel Ascona stellte dafür ein gutes Beispiel dar. Mit entsprechender Motorhaube und Überrollkäfig inklusive Innenverstärkung der Karosserie zum Schutz. Absolut originalgetreu hatte ein anderer Besitzer beispielsweise seinen roten Mercedes SL mit Originalfarbgebung und Technik hergerichtet. "Was ein bisschen mehr aufkommt, ist der Rat-Look", fügte er an, "so wurde beim gelben VW-Bulli die Patina künstlich verstärkt, um das Auto als Geschichtenerzähler darzustellen, anstatt mit perfektem Chrom und Glanz." An der "Ente" des Herstellers Citroën wurden bei vielen die Erinnerungen an eigene alte Zeiten wach oder es bildete sich ein Kreis von Neugierigen an einer blitzenden AC-Cobra-Replika, die bei geöffneter Motorhaube ausführlich fachsimpelten. Überhaupt standen Gespräche über Felgen, Technik oder Lackierungen bei den Oldtimer-Liebhabern hoch im Kurs. Einer, der sein Werk stundenlanger Arbeit präsentierte, war Reinhard Haken. Er stellte ein Traumauto in schwarz, eine Corvette C3 Stingray aus. Als Unfallwagen hatte er diesen erstanden und in Zusammenarbeit mit Fachleuten wiederhergestellt. Sie hatten den Lack entfernt, neuen aufgetragen sowie Ersatzteile und Innenverkleidung unter überwiegendem Einsatz von gebrauchten Teilen erneuert, erzählte Haken. Ein Hobby, das einfach nur Spaß mache. Ein roter Corvette-Vertreter des Vorjahrgangs zeugte beim Treff ebenso von technischer Entwicklung wie Automobile und Motorräder der Automarken und Hersteller Thunderbird, Triumph, Morgan, NSU oder Kawasaki.

Quelle: RP
 
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