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Wegberg
Pflanzenpracht vor der Küchentür

Wegberg: Pflanzenpracht vor der Küchentür
Die Jugendlichen haben viel Spaß bei der Arbeit im Schulgarten der Schule am Grenzlandring. Das Projekt wird durch die bundesweite "Ackerdemie" unterstützt. FOTO: UWe HELDENS
Wegberg. Kurze Zeit zuvor steckten die Hauptbestandteile, die an der "Schule am Grenzlandring" im Fach Hauswirtschaftslehre jetzt gekocht werden, noch im Boden. Ein Gericht mit Mangold-Gemüse, Nudeln, Kartoffeln und Hackfleisch ist geplant. Von Nicole Peters

Zehn Schüler aus der Klasse 9c und Lehrerin Andrea Hülsen haben die großen dunkelgrünen Blätter mit rotem Stängel geerntet und dünsten sie nun.

Frühkartoffeln holten sie ebenfalls vom Feld, das in direkter Nachbarschaft zur Schulküche liegt und das sie seit den Osterferien in dem Bildungsprogramm "GemüseAckerdemie" bewirtschaften. Der Verein "Ackerdemia" führt dieses bundesweit in Schulen und Kindergärten durch, so auch schon in der Wegberger Edith-Stein-Realschule.

Anfang vergangenen Jahres hatte "Ackerdemia" das Projekt an der "Schule am Grenzlandring" bereits begonnen. Bis die Fläche, die zurzeit mit vielen Kräutern und Gemüsesorten bepflanzt ist, gut nutzbar war, waren einige Arbeiten notwendig. "Vor einigen Jahren war der Bereich wüst, und die Stadt Wegberg hat ihn hergerichtet", erzählt Andrea Hülsen, "im Vorjahr haben wir ihn zum ersten Mal bepflanzt und sind von 'Ackerdemia' angeleitet worden."

Der Verein hat zudem die Pflanzen geliefert - dies macht er dreimal jährlich - und die Gemüsefolge bestimmt. Somit ist eine Rotation bei der Pflanzung in den Osterferien dieses Jahres erfolgt, damit der Boden nicht auslaugt. "Jede Woche bekomme ich eine E-Mail mit Hinweis darauf, welche Pflanzen eingesetzt und welche Arbeiten erledigt werden sollten."

Das Pflanzen übernehmen Schüler und Lehrerin selbst. Vier Schüler haben sich dabei in den vergangenen Wochen besonders intensiv um die Beete gekümmert. Lena, Tobias, Yannick und Kevin (dieser befindet sich an diesem Morgen in einem anderen Unterrichtsfach) macht es Spaß, draußen zu arbeiten und sich mit Pflanzen zu beschäftigen. Gießen, Unkraut jäten, pflanzen - die Tätigkeiten sind vielfältig.

Zur Vorbereitung des Bodens hatten die Jungs Wurzeln ausgezogen, Erde verteilt und das Gartenhaus mit aufgestellt. Tobias setzte zudem die kleinen Kübel in den Boden, in denen Blumen wachsen. Und sie alle kommen mit weiteren Schülern in den Schulferien her, wenn sie sich nicht im Urlaub befinden. Tomaten, Gurken, Zucchini und Mais hätten sie beispielsweise erst vor kurzem eingesetzt und diese bräuchten einige Zeit, um reif zu werden. Die Salate waren bereits gut gewachsen, einige Himbeeren reif, und viele Kräuter standen bereit.

"Wir wissen, was an eigenen Produkten im Essen ist", zählt Lena als einen Vorteil auf, und es mache Spaß, mit Freunden im Garten zu arbeiten.

Wer die Produkte noch esse? Mal kommen Lehrer, um sich Sachen zu holen, mal verteilen Schüler und Lehrerin Obst und Gemüse oder nehmen es selbst mit nach Hause.

"Der Garten ist eine Bereicherung", bekräftigt Hülsen, die sich nach dem Kennenlernen des Gartenprojekts der Wegberger Edith-Stein-Realschule bei "Ackerdemia" um eine Teilnahme beworben hatte. "Die Sachen sind frisch, und die Jugendlichen wissen, wie sie aussehen und wo sie herkommen." Gerade dies ist umso wichtiger, da viele Familien zu Hause keinen Garten haben.

Quelle: RP
 
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