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Wegberg
Plätzchen für den Weihnachtsmarkt

Wegberg: Plätzchen für den Weihnachtsmarkt
Pfadfinder backen gemeinsam leckere Weihnachtsplätzchen (v.l.) Christian (14), Steffi Ohlrogge, Dennis Ohlrogge, Sven Mühlen und Hans-Josef Rosen. FOTO: Jörg Knappe
Wegberg. Die Wegberger Pfadfinder legten sich mächtig ins Zeug, um kiloweise Teig in duftende leckere Zimtsterne zu verwandeln. Die Sterne, weitere süße Waren und Nützliches werden sie am kommenden Wochenende verkaufen. Von Nicole Peters

Konditormeister und ehemaliger Vorsitzender Hans-Josef Rosen hat bereits alles vorbereitet: Auf Tischen liegen Backpapiere mit gleichmäßig ausgerolltem Teig. Der Backofen in der schmalen Küche kommt gerade auf Touren und die ersten Helfer sind im Pfadfinderheim eingetrudelt. An diesem Tag ist beim Stamm Titus Brandsma großer Backtag: 13 Kilogramm Teig warten darauf, von den Pfadfindern um Vorsitzenden Sven Mühlen in duftende leckere Zimtsterne verwandelt zu werden. Zusammen mit weiteren süßen Waren und handgefertigten nützlichen Artikeln sollen sie auf dem Markt "Wegberger Weihnacht" am kommenden Wochenende verkauft werden.

"Vor genau 20 Jahren haben wir das Backen mit Verkauf auf dem Wegberger Weihnachtsmarkt erstmals durchgeführt", erzählt Rosen, der vor dem Ofen sitzt, "die Rezepte, die wir benutzen, sind von meinem Großvater überliefert." Hans-Josef Rosen stammt aus einer Familie mit langer Bäcker- und Konditormeister-Tradition. Vor etwa 25 Jahren hatte er eine Bäckerei auf der Hauptstraße geführt. "Bis auf drei Jahre, in denen wir einen eigenen Weihnachtsmarkt durchführten, haben wir am Wegberger Markt teilgenommen." Es sind Mitglieder im Alter von 14 bis 16 Jahren der Stufe "Pfadfinder", die mit Leitern backen werden. Die Sieben- bis Zehnjährigen "Wölflinge" haben Tage zuvor unter Anleitung von Steffi Ohlrogge Kaminanzünder hergestellt: Wachsspuren auf dem Boden im Hof zeugen vom Eintauchen der Baumwollstreifen in flüssiges Wachs. Um Fichten- und Kiefernzapfen gerollt oder als gerollte Meterware gibt es sie. Schalen aus Baumscheiben haben die "Jungpfadfinder", die zehn bis 13 Jahre alt sind, produziert: Sie platzierten Kohle darauf und ließen sie mit viel Luft mehrere Stunden glühen, bis eine Mulde entstand. Die "Rover" (ab 16 Jahren) werden Liköre in verschiedenen Geschmacksrichtungen kreieren.

Mit Handschuhen ausgestattet nimmt die Gruppe in der "Weihnachtsbäckerei" die einzelnen Arbeiten vor: Mit Form die Sterne ausstechen, in Reihen von fünf und sechs Stück auf das Blech legen und mit reiner Eiweiß-Puderzucker-Creme bestreichen. Aromatischer Plätzchenduft zieht durch die Räume. Hans-Josef Rosen holt innerhalb von einer Stunde sechs Bleche mit leckeren Zimtsternen aus dem Ofen, die zum Auskühlen gestapelt und in den kommenden Tagen zu je hundert Gramm in dekorativen Zellophan-Tütchen mit Hilfe von Müttern verpackt werden. Sophia (15 Jahre) backt zum ersten Mal Zimtsterne mit. Beim Herstellen von Schoko-Crossies - diesmal wurden dafür 15 Kilogramm Schokolade plus Cornflakes verarbeitet - hat sie schon zwei Mal mitgeholfen. "Es macht Spaß, etwas für die Pfadfinder zu tun", meint sie, "das Verkaufen auch, obwohl es oft etwas kalt ist." Sie ist seit acht Jahren dabei und hat schon viele Aktionen und Sommerlager miterlebt. Bei der "Wegberger Weihnacht" wird der Stamm Titus Brandsma erneut in zwei Hochkothen - zwei nach oben geöffnete schwarze Zelte - ihre Waren anbieten und zum Kaffeetrinken einladen. Namensgeber Titus Brandsma war Karmeliterpater und wurde unter den Nationalsozialisten hingerichtet - passend daher der Standort vor dem ehemaligen Karmeliterkloster. Der Erlös fließt in den Unterhalt des Pfadfinderheims sowie die Gruppenarbeit und Anschaffung von neuen Zelten.

Quelle: RP
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