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Wegberg
Problem Grünflächenpflege: Patenschaften als Ausweg

Wegberg. Dorfausschuss Rath-Anhoven diskutiert - weiterhin ohne Vorsitzenden - die Themen Rather Straße und Quartiersentwicklung. Von Philipp Schaffranek

Auch zwei Jahre nachdem Heinz-Willi Jansen seinen Vorsitz niedergelegt hat, bleibt der Rath-Anhovener Dorfausschuss ohne Vorsitzenden. Bei der zweiten öffentlichen Dorfversammlung in diesem Jahr fand sich erneut kein Bewerber. Es soll weiterhin gesucht werden. Im Gasthaus Cohnen diskutierten die Anwohner dann mit Bürgermeister Michael Stock über aktuelle Themen, die das Dorf betreffen. Es ging um ungepflegte Grünflächen, die örtliche Grundschule, die Sanierung der Rather Straße und um die Quartiersentwicklung im Wegberger Stadtgebiet.

Bemängelt wurde der Zustand der städtischen Grünflächen. Vor allem das Wohngebiet Am Gaskessel sei betroffen. Der Erdwall sei überwuchert und auch die Gemeinschaftsfläche in einem schlechten Zustand. Stock versicherte den Anwohnern, dass die Grünfläche in Kürze gemäht werde. Eine kaputte Maschine sei Schuld, dass sich die Arbeiten verzögert hätten. Zudem sei aufgrund des Haushaltssicherungskonzepts die Pflege der Grünflächen zurückgefahren worden. "Dadurch werden die Grünflächen nicht gemäht, wie wir es gewohnt waren", sagte Stock. Zudem sprach er sich für Grünpatenschaften aus. Für die Flächen Am Gaskessel sei eine ehrenamtlicher Grünpatenschaft in Aussicht.

Bei der Dorfversammlung im Frühjahr war die Schließung der Grundschule noch das große Thema. Jetzt versicherte Stock den Anwohnern, dass es einen gültigen Ratsbeschluss zum Erhalt der Grundschule gebe. Nach anderen Einsparungsmöglichkeiten werde gesucht. Anwohner wiesen darauf hin, dass nun die einst geplanten und vom Land geförderten Photovoltaikanlagen auf dem Dach der Grundschulturnhalle wieder gebaut werden könnten. Weil die Zukunft der Grundschule unsicher war, hatte die städtische Verwaltung die Installation dieser nicht weiter verfolgt. Diese würden aber Einnahmen generieren und könnten ja nun wieder in die Planungen aufgenommen werden. Stock gab zudem Details zur Sanierung der Rather Straße bekannt. Zurzeit sei ein Ingenieur mit der Detailplanung beschäftigt. Noch in diesem Jahr soll der Auftrag ausgeschrieben werden. Auftragsvergabe soll im Januar sein. Aktuell geht die Stadt von einem Baubeginn im März 2017 aus. Bis Ende kommenden Jahres soll die Straße dann fertig sein.

Ein weiteres Thema war die Quartiersentwicklung in der Stadt Wegberg. Quartiersmanager Lothar Esser habe laut Stock die Aufgabe, eine Bestandsaufnahme zu machen. "Es geht darum, räumliche Gegenden zu finden, die zusammengehören", sagte Stock. Am Ende solle es eine Art "Gesamtkonzept Städtebau" mit Quartiersbezug geben. Dafür würden städtebauliche, soziale und kulturelle Faktoren berücksichtigt. Dies sei vor allem für Fördermittel von Bedeutung. Die Bürger lud Stock dazu ein, sich an diesem Projekt zu beteiligen.

Quelle: RP
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