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Wegberg
Querschnitte kreativer Fotografie

Wegberg: Querschnitte kreativer Fotografie
Besucher betrachten im Wegberger Rathaus ein Foto von Maurice von der Toren. Er hat das neue Bahnhofsgebäude in New York, den Oculus, fotografiert. FOTO: Jürgen Laaser
Wegberg. Die zwölf Teilnehmer der Fotogruppe Wegberg waren ganz frei in Themenwahl und Präsentation der Werke. Im Wegberger Rathaus ist zurzeit eine Fotoausstellung zu sehen, die manche Dimension sprengt. Von Nicole Peters

Frei von Erwartungen und neugierig sollten die Besucher der Ausstellung "Querschnitte" der "Fotogruppe Wegberg" sein, um sich ganz auf die Präsentationen in den Fluren des Rathauses einlassen zu können. Es ist eine Vielzahl an Unterthemen, Darstellungsformen und Techniken, die es zu entdecken und in ihrer künstlerischen Eigenart kennenzulernen gibt.

Die zwölf Fotografen hatten frei ihren eigenen Titel gewählt und entschieden, wie sie die Arbeiten zeigen. Ein Ansatz, der manche Dimension sprengte. "Das Dutzend ist voll", begrüßte Leiter Peter Feuster Gäste und Fotografen. Für zwölf Ausstellungen im Rathaus bedankte er sich bei Bürgermeister Michael Stock und der Stadtverwaltung.

Diesmal habe die Fotogruppe das Thema "Querschnitte" anders als im Jahr 2006 umgesetzt - sie hatten die Ausstellungsfläche entsprechend der Teilnehmerzahl aufgeteilt. Hausherr Michael Stock betonte, die Fotografengruppe sehr gerne im Rathaus zu beherbergen. "Herzlichen Dank dafür, dass Sie drei Monate lang unsere tristen Verwaltungsflure ein bisschen aufhellen und aufhübschen." Viele Besucher würden stehenbleiben und innehalten - das sei das, was die Fotoausstellung für alle Mitarbeiter so wertvoll mache.

Unmittelbar einer neuen Größendimension sahen sich die Betrachter auf der Treppe im Eingangsbereich sowie oben an deren Ende gegenüber. Peter Feuster stellt unter der Überschrift "Einfach tierisch" aus. Er studierte Kraniche im Diepholzer Moor in ihrem natürlichen Lebensraum: Aufnahmen in unterschiedlichen Größen ordnete er in einem Rahmen an und ermöglicht damit seltene Einblicke in beeindruckende Naturschauspiele. Eine magische Farbenpracht entfalten seine Schmetterlingsbilder. Jeweils sehr großformatige "Panoramen" fertigte Thomas Frohn von Gebäuden und Landschaften an - in ihrer Größe wirkten sie beinahe monumental und die Natur sehr nahe. Den Ansatz "Fotos stapeln/zusammenführen" hatte Maurice von der Toren gewählt: Mittels digitaler HDR-Fototechnik fertigte er von Motiven wie Leuchtturm oder New Yorker Bahnhofsgebäude Oculus je drei bis zu fünf Bilder an. Über-, normal und unterbelichtet ergaben diese vom Computer zusammengerechnet eine Darstellung in der Art, wie sie das menschliche Auge wahrnimmt. "Verlassene Orte" hatte Michael Borgulat als Unterthema gewählt: Er stellte mit zweigeteilter Bildfläche den Blick durch die eingeschlagene Scheibe dem im Innern liegenden Schlüssel oder die leere Wohnzimmerwand einer weiteren Gebäudeansicht gegenüber. Eine ästhetische Auseinandersetzung gibt es auch mit verlassenen Orten um Erkelenz sowie auf dem ehemaligen Wildenrather Flugplatz.

Spielerisch leicht mit durchkomponierter Aussage setzte Natalja Thomas das bunt geschminkte und mit Spielkartenkleidung ausgestattete Modell als Ikone von "Crazy Fashion" fantasievoll in Szene. Individuell und ambitioniert - so wie auch Angelika Jansen ("Spiegelungen"), Klaus Welters ("Mahlzeit"), Inga Lücke ("Horizonte"), Michaela Frentzen-Millhofer ("Wohlstandsreste"), Klaus Vinken ("(un)scheinbar"), Hubert Lenne ("Durchblicke") und Nadine Tolksdorf ("Städte bei Nacht") kreative Fotokunst beitragen.

Quelle: RP
 
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