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Wegberg
Ruhe und Impulse für den Alltag

Wegberg: Ruhe und Impulse für den Alltag
Gemeinsam sangen Chöre und Gäste während der musikalischen Andacht in der Pfarrkirche Dalheim unter Leitung von Helmut Misgaiski unter anderem das Kirchenlied "Maria breit' den Mantel aus". FOTO: Jürgen Laaser
Wegberg. Vier Chöre trugen in der musikalischen Andacht kirchliche Lieder vor. Meditative Texte gaben gedankliche Anregungen. Von Nicole Peters

In ruhigem Tonfall richtete sich Sprecherin Hedwig Klein zu Beginn der jährlichen musikalischen Andacht an Besucher, Chöre, Chorleiter Helmut Misgaiski und Organist Karl Hütz. Alle Sängerinnen und Sänger seien sehr froh, dass trotz Ruhens des Merbecker Kirchenchores diese Tradition beibehalten werden kann, sagte sie. Der Dalheimer Kirchenchor hieß somit die Kirchenchöre aus Wegberg und Beeck sowie die Chorgemeinschaft "Cäcilia" aus Rath-Anhoven in der Pfarrkirche willkommen.

Ein beachtliches stimmliches Volumen des großen Gemeinschaftschores kündigte Klein den Zuhörern an. Die Andacht war für alle die Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen, sich mit Liedern und meditativen Texten auseinanderzusetzen und daraus etwas in den Alltag mitzunehmen. Hedwig Klein, die die Andacht vorbereitete, hatte sie mit der Textzeile "Wo die Liebe und die Güte, da ist der Herr" überschrieben. Ein Gedanke, der in vielfacher Weise im Laufe des frühen Abends aufgegriffen wurde.

Vor allem lange Töne und einnehmender großer Chorgesang prägten die Liedbeiträge der Sängerschar, die ebenfalls mit Konzentration und Hingabe agierte. Gelegentliche dynamische Steigerungen brachten vor allem die höheren Stimmlagen schön zur Geltung, während die Männerstimmen ein wohlklingendes Fundament bildeten. Gedanken über die unterschiedlichen Eigenschaften von Liebe, zu einem Leben in Fülle oder zum Aufeinander Zugehen aus christlicher Überzeugung äußerte Klein zwischen den Musiktiteln. Gemeinsam sangen Chöre und Gäste zudem das Kirchenlied "Maria breit' den Mantel aus". Oder die Sänger riefen etwa mit einem gesungenen "Vater unser" stellvertretend Gott an - die Stimmen waren in großem Einklang zu hören und erzeugten eine, wie eingangs angekündigte, beachtliche Resonanz im Raum. Sorgsam angeleitet von Dirigent Helmut Misgaiski, der die einzelnen Silben mit seinen Händen in der Luft modellierte. Froh darüber, dass der Dalheimer Kirchenchor nach 106-jährigem Bestehen so aktiv ist, waren seine Mitglieder. Nach einigen Wechseln in der musikalischen Leitung hat inzwischen Misgaiski den Taktstock in der Hand. Mit ihm zusammen möchten sie neues abwechslungsreiches Liedgut erarbeiten und sind mit 28 Mitgliedern quer durch die Altersgruppen und Stimmen gut aufgestellt. Neue Sänger sind willkommen. Abschließend wandte sich Klein erneut an die Zuhörer: "Ich hoffe, Sie haben heute etwas davon empfunden, wie stark Gemeinschaft ist und wie stark Gemeinschaft macht - vor allem, wenn sie in Gott begründet ist." Dabei bezog sie diejenigen, die aufgrund von Krankheit nicht da waren oder "denen der letzte Drive fehlte, um den Schritt in die Kirche zu tun", mit ein.

Quelle: RP
 
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