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Wegberg
Schmerz bekämpfen ohne Medikamente

Wegberg: Schmerz bekämpfen ohne Medikamente
Luc Hameleers leitet die Praxis für Schmerztherapie und Osteopathie an der Fußbachstraße in Wegberg: "Bei uns landen häufig Leute, die schon Vieles ausprobiert haben, um ihre Schmerzen loszuwerden", sagt er. FOTO: Jürgen Laaser
Wegberg. Drei Praxen an der Fußbachstraße bilden ein neues therapeutisches Kompetenzzentrum. Geführt werden alle drei von Niederländern und einer Deutschen. Gemeinsam präsentieren sie ihr Leistungsspektrum am Tag der offenen Tür. Von Michael Heckers

Luc Hameleers kennt das aus eigener Erfahrung. "Unfälle und Operationen haben mir gezeigt, was es bedeutet, chronische Schmerzen zu haben", sagt der Heilpraktiker, der mit seiner Frau Astrid die Praxis für Schmerztherapie an der Fußbachstraße leitet. Wenn man vor lauter Schmerzen nicht mehr das machen kann, was man möchte, wird die Lebensqualität eingeschränkt. Nach mehreren Fortbildungen im Bereich der Orthopädie, Neurologie und manueller Therapie beschloss Luc Hameleers, sich nur noch mit Schmerzen und Schmerztherapien auseinanderzusetzen. Zum Wohle seiner Patienten. "Der Grund dafür waren meine eigenen, persönlichen Erfahrungen als Patient", erklärt der Niederländer.

In der Praxis für Schmerztherapie und Osteopathie werden Patienten mit Rücken-, Gelenk-, Kopf-, Arthrose- und rheumatischen Schmerzen behandelt. "Bei uns landen häufig Leute, die schon Vieles ausprobiert haben, um ihre Schmerzen loszuwerden", sagt Luc Hameleers. Er setzt auf manuelle Schmerztherapien - also Schmerztherapien ohne Einsatz von Medikamenten. Entscheidend sei eine persönliche maßgeschneiderte Therapie. "So wenig wie möglich - so viel wie nötig. Darauf kommt es an", sagt Luc Hameleers.

Gleich neben der Praxis für Schmerztherapie befindet sich das von Baptist Polman geführte physiotherapeutische Trainingszentrum "PhysioPlan" und die Praxis für Podotherapie von Ralf Hermanns. Beide Niederländer arbeiten eng mit Astrid und Luc Hameleers zusammen: "Häufig sind zum Beispiel Schmerzen im Knie durch eine fehlerhafte Fußstellung begründet", erklärt Hameleers. Dann empfiehlt er seinen Patienten einen begleitenden Besuch in der Praxis für Podotherapie. Podotherapie ist bislang in den Niederlanden viel verbreiteter als in Deutschland und ein ganzheitlicher Therapieansatz, bei dem der Fuß im Zentrum steht. Das Ziel der Podotherapie ist es, den Bewegungsapparat über die Spannungsregulation am Fuß in ein Gleichgewicht zu führen. Nur wenn die Sohle eine gute körperstatische Basis bietet, können Fehlbelastungen in Gelenken, Muskeln und Wirbelsäule verringert werden. Vor allem Sportler kennen das: durch falsche Fußstellung oder einer Fehlfunktion der Füße können Schmerzen an Knöchel, Knie, Hüfte und Rücken entstehen. Durch individuell angepasste Sporteinlagen können diese Verletzungen behoben werden.

Durch die Kooperation haben Astrid Hameleers und die drei Niederländer Luc Hameleers (Praxis für Schmerztherapie), Baptist Polman (PhysioPlan) und Ralf Hermanns in den Räumen der drei Praxen an der Fußbachstraße (zwischen Fressnapf und Metzger Esser) ein kleines Kompetenzzentrum für Schmerz- und Physiotherapie gebildet. Ihr Leistungsspektrum möchten sie der Öffentlichkeit am Tag der offenen Tür am Sonntag, 15. November, von 13 bis 17 Uhr präsentieren. Im PhysioPlan wird dann unter anderem eine kostenlose Vermessung der Halswirbelsäule angeboten. Ralf Hermanns bietet in seiner Praxis für Podotherapie eine digitale Fußvermessung (3D-Scan) an. Die Mitarbeiter der Praxis für Schmerztherapie stehen am Tag der offenen Tür für kostenlose Beratungsgespräche zur Verfügung.

Quelle: RP
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