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Wegberg
Schönes Federvieh im Mittelpunkt

Wegberg: Schönes Federvieh im Mittelpunkt
Die jungen Besucher der Grenzlandschau hatten großen Spaß daran, dem Treiben der flinken Kükenschar zuzusehen. Die Ausstellung fand letztmalig im Gehöft Clingen statt. Demnächst ist der Böscherhof Ausrichtungsort. FOTO: Jürgen Laaser
Wegberg. Viele Aussteller, interessierte Züchter und Besucher kamen bei der 32. Merbecker Grenzlandschau zusammen. Sie fand zum letzten Mal auf dem Gehöft Clingen statt. Vorsitzender Andreas Theißen fand anerkennende Worte. Von Nicole Peters

An die jungen Besucher wird immer gedacht: So hatten vor allem sie bei der 32. Merbecker Grenzlandschau großen Spaß daran, dem Treiben einer flinken Kükenschar zuzusehen. Zwei Wochen waren die Kleinen des Huhns der Rasse Zwerg-Wyandotte alt - es war relativ außergewöhnlich, dass sie zu so später Jahreszeit geschlüpft waren. Direkt daneben kuschelte sich der süße Riesenschecken-Nachwuchs an seine große Kaninchenmutter. Sie waren neben mehr als 500 ausgestellten Tieren im Gehöft Clingen zu sehen.

Ziergeflügel, Wasserziergeflügel, Wassergeflügel, Hühner, Zwerghühner und Tauben waren in mit tollen Pflanzenarrangements geschmückten Käfigen ausgestellt. Fotografien von damaligen Tätigkeiten auf dem Land waren dazwischen platziert und erinnerten an vergangene Tage. Wehmut herrschte an diesem Wochenende beim veranstaltenden Verein "Geflügelliebhaber Merbeck", war es doch das letzte Mal, dass er im Gehöft Clingen ausstellte. Danke stand auf einem Banner im Hof geschrieben - jede Menge anerkennende Worte fand entsprechend Vorsitzender Andreas Theißen. "Wir sind vor mehr als 30 Jahren mit dem Meinungsbild angetreten, dass Merbeck einen guten Nährboden für Rassegeflügelzucht und ein Ausstellungswesen bietet", erläuterte er, "im Jahr 1983 gründeten wir den Verein und hielten unsere erste Grenzlandschau im Pfarrheim ab."

Das Gehöft Clingen war ab dem Jahr 1986 Vereinsdomizil. "Die Mitglieder Maria und Peter Clingen haben uns zusammen mit Sohn Hans und Schwiegertochter Walburga die Möglichkeit gegeben, hier Heimat zu finden." Die erste Grenzlandschau dort hielt der Verein mit rund 350 Tieren ab. Und in Züchterkreisen sprach sich schnell herum, dass in Merbeck gut ausgestellt werden kann und es eine große Rassevielfalt in den bis heute gezeigten Sparten gibt. Besucher wiederum schätzten das ansprechende ländliche Ambiente, gute Kaufmöglichkeiten und fachliche Beratung. "Vor fünf Jahren haben wir die Schau durch zusätzliche Präsentation alter Landtierrassen und Landmaschinen mit dem Konzept 'Land un Höhner' mehr auf Familien zugeschnitten", resümierte Theißen, "die Zahl der Tiere ist im Laufe der Jahrzehnte auf über 500 gestiegen." Eine Stärkung der Jugendarbeit und ein Eingehen auf die boomende gesellschaftliche Entwicklung zur eigenen Hühnerhaltung nennt er zudem als aktuelle Merkmale - sowie das ungewöhnlich hohe Angebot von rund 150 verschiedenen Rassen.

Hans und Walburga Clingen hatten es immer als selbstverständlich angesehen, ihren Hof zur Verfügung zu stellen, betonten sie. "Ich komme aus der Landwirtschaft und habe von klein auf gelernt, mich um die Tiere zu kümmern", erzählte Hans Clingen. Der Schutz der Tiere bleibe oftmals wegen der Massentierhaltung auf der Strecke. Dies war ein Grund für sie gewesen dazu beizutragen, den Erhalt des Geflügels mit der Jugendförderung zu gewährleisten. Dabei hatte er bereits vor mehreren Jahren angekündigt, im Alter von 70 Jahren kürzer treten zu wollen, bekräftigten beide.

Quelle: RP
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