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Wegberg
Schüler schmieden Zukunftspläne

Wegberg: Schüler schmieden Zukunftspläne
Angehende Abiturienten des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums in Wegberg überlegen gemeinsam, wie es nach dem Schulabschluss für sie weitergehen könnte. Ist eine Ausbildung der richtige Weg? Sollte zunächst ein Jahr im Ausland verbracht werden? Wie wäre es, der Schule treu zu bleiben und auf Lehramt zu studieren? Zusammen stellen sie fest, dass sie sich in einer spannenden Zeit der Zukunftsentscheidungen befinden. FOTO: Ruth Klapproth
Wegberg. Trotz Lernstress vor den Abiturprüfungen behalten die jungen Erwachsenen den Übergang in die Berufswelt im Blick. Für eine Ausbildung hat die Bewerbungszeit bereits im Sommer begonnen. Von Nicole Peters

Für die Zwölftklässler des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums in Wegberg stehen als nächste große Herausforderungen im kommenden Schulhalbjahr die Abiturprüfungen an. Vor allem für diejenigen, die einen Ausbildungsberuf anstreben, hat im Sommer bereits die Bewerbungsphase begonnen. Für ein Freiwilliges Soziales Jahr, Auslandsaufenthalt oder Studium geht sie eher später los. Fünf Schülerinnen und ein Schüler des Französisch-Grundkurses von Lehrerin Christina Reinhardt erzählen, welche Pläne sie für die Zeit nach der Schule haben.

"Ich werde ein duales Studium an einer europäischen Fachhochschule im Bereich Handelsmanagement und Marketing machen", berichtet Jane Grabolle (17 Jahre) von ihren Vorstellungen, das sei etwa in Neuss, Brühl oder Aachen möglich. Kennengelernt hatte sie diese Möglichkeit auf der Job-Info-Börse ihres Gymnasiums. Durch ihren Leistungskurs Sozialwissenschaften hatte sie bereits am Wettbewerb zum Standort Deutschland teilgenommen, wo sie lernte, wie das Prinzip Nachfrage und Angebot funktioniert. Als Unternehmen wolle sie eher ein größeres auswählen, um ihren Bachelor-Abschluss zu erreichen.

Vinzent Puderbach (17 Jahre) stellt sich vor, die Zeit erst einmal frei für ein Freiwilliges Soziales Jahr oder "Work and Travel" zu nutzen. "Ich möchte meine Freiheit genießen, und die Tätigkeit kann gerne über eine längere Zeit gehen", sagt er, "meine Vorstellung ist noch nicht so konkret." Zunächst müsse er sich auf jeden Fall auf das Abi konzentrieren. Die Beschäftigungen danach geben ihm Zeit zu reflektieren, was er machen möchte. Geografisch kommt für ihn der europäische Kontinent in Frage. Auf die Idee des Auslandsaufenthalts ist er durch die Bekanntschaft mit einem Anhalter gekommen, der ohne Geld durch Europa reiste.

Eine Ausbildung im Bereich Krankenkassen strebt Schülerin Anna Brunen (18) an. Dafür hat sie Anfang der letzten Sommerferien damit begonnen, sich bei den Unternehmen zu bewerben. Sie würde gerne als Kauffrau im Gesundheitswesen oder Sozialversicherungsfachangestellte arbeiten. Bei einem zweiwöchigen Praktikum in einer Logopädie-Praxis hatte sie gemerkt, dass ihr das kundenorientierte Arbeiten Spaß bereitet: "Falls sich nichts direkt ergibt, absolviere ich erst einmal ein Freiwilliges Soziales Jahr. In den Assessment-Centern merkt man, dass es gut ankommt, wenn man in diesem Bereich schon etwas gemacht hat." Brianna Leipert (18) hat bisher noch nichts Konkretes geplant. Eventuell möchte sie nach dem "Work and Travel"-Prinzip für ein halbes Jahr nach Australien oder Neuseeland gehen, auch, um die Länder kennenzulernen. Für ein weiteres halbes Jahr kann sie sich ein Praktikum in einer größeren Eventmanagement-Firma vorstellen. Entweder für Konzerte und Modenschauen oder für Motorsport.

Für einen Auslandsaufenthalt hat Brianna Leipert bereits ein Info-Gespräch mit der Organisation AIFS geführt, und sie könnte eine Bewerbung rausschicken. Erfahrungen im Motorsport-Eventmanagement sammelte sie in einem zweiwöchigen Praktikum. Julia Heinen (18) bleibt noch Zeit für ihre Bewerbung: Sie möchte "ganz normal studieren, am Liebsten auf Lehramt". Das Semester fängt im Oktober an, und zuvor muss sie ihre Abiturnoten erfahren. "So finde ich es besser", bemerkt sie, "ich bin froh, den ganzen Bewerbungsstress während der Abi-Vorbereitung noch nicht zu haben." Auf jeden Fall würde sie gerne Englisch auswählen und dazu eventuell Erziehungswissenschaften oder Religion. Den Berufswunsch habe sie seit der Grundschule. Und sie hat schon seit ein paar Jahren die konkrete Idee, dass dieser Spaß machen kann. Bei vielen Lehrern sehe sie, wie engagiert sie seien - sie würde den Arbeitsauftrag gerne weiterführen.

Laura Chudziak (18) hat sich vorgenommen, sich mit der Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten oder Kauffrau für Büromanagement ein sicheres Standbein zu schaffen. "In der Schule habe ich an der Rechtskunde-AG teilgenommen, und Kauffrau würde ich gerne werden, weil ich gerne organisiere." Vielleicht wird sie im Anschluss studieren. Falls es zunächst mit der Ausbildungsstelle nicht klappen sollte, kann sie sich ein Freiwilliges Soziales Jahr oder Praktikum vorstellen.

Quelle: RP
 
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