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Wegberg
Schwalmbühne präsentiert neues Stück

Wegberg. Der Theaterverein "Schwalmbühne Harbeck" hat das Stück für die neue Saison beschlossen und die Drehbücher verteilt. Die Gelegenheit wurde außerdem genutzt, um langjährige Vereinsmitglieder zu ehren. Von Johanna Küppers

50 Jahre lang einem Verein treu sein - nur wenige Menschen können das auf ihrer Liste abhacken. Laurenz Erdkamp kann es, er trat 1966 dem Theaterverein Harbeck bei und war dort lange als Vorstandsmitglied und Schriftführer tätig.

"Viel verändert hat sich über die Zeit nicht. Wir haben meist lustige Stücke gespielt, Tragödien liegen dem Verein nicht so", sagt Erdkamp. Er selbst stand nie mit dem Theaterverein auf der Bühne, wohl aber im Karneval. Mit seinem Schauspielkollegen und derzeitigen Vorsitzenden der Vereins Karlheinz Bonitz traten sie als "Carolus und Laurentius" auf. Doch mittlerweile gilt auch für Erdkamp das unausgesprochene Gesetz des Vereins: Jedes Mitglied über 65 Jahren ist willkommen, hat aber keine Verpflichtungen mehr.

Bei der Versammlung am Samstag stand neben ein paar weiteren Ehrungen von Vereinsmitgliedern vor allem eins im Vordergrund: das neue Stück. Regisseur Antonius Röttinger stellte es vor. "Immer diese Schwiegermütter oder Schwiegermütter all in" von Beate Irmisch, wird das Stück für die nächste Saison heißen. In der Komödie wird Verlobung gefeiert, denn Tochter Emma hat endlich einen Partner gefunden. Dabei handelt es sich um Tenor Gernot von Zitzewitz, ein in die Jahre gekommener Opernsänger. Mutter Waltraud "Walli" reist bereits ein paar Tage vor der Verlobungsfeier an, kennt ihren zukünftigen Schwiegersohn aber noch gar nicht. Da von Zitzewitz ein paar Jahre älter ist als Emma, kommt es zu vielen Verwechslungen und Verdächtigungen. Ein stotternder Hausmeister, ein sehr bequemes und gemütliches Hausmädchen, Tante Käte und Onkel Blasius und natürlich Walli als der reinste Schwiegerdrache stellen die Verlobungsfeier auf die Probe.

"Ich habe 50 Stücke angelesen und durchgearbeitet bis ich mich für dieses hier entschieden habe", sagt Regisseur Röttinger. Bei seiner Auswahl konzentrierte er sich darauf, möglichst viele Rollen besetzen zu können, und auch auf den gleichen Sprechanteil der Schauspieler, sechs Damen und vier Herren werden 120 Minuten lang spielen. Darunter sind zwei Neulinge, die dieses Jahr das erste Mal auf der Bühne stehen.

Für viele Schauspieler ist das Highlight der Aufführungen die Benefizveranstaltung. "Statt unserer zweiten Generalprobe spielen wir einmal vor Bewohnern aus Altenheimen und Betreutem Wohnen", sagt Walter Kotlowski, stellvertretender Vorsitzender. Erst im vergangenen Jahr gestartet, hat sich die Veranstaltung rumgesprochen und deshalb erwartet der Theaterverein in diesem Jahr die doppelte Menge an Zuschauern, rund 300, im Vergleich zum letzten Jahr. "Es war eine tolle Erfahrung. Wir haben fast alle Urlaub nehmen müssen, weil die Vorstellung nicht so spät anfangen darf. Das haben wir aber alle sehr gerne gemacht", sagt Kotlowski. Er freue sich auf dieses Jahr.

Quelle: RP
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