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Wegberg
Schwalmbühne will Lachnerv treffen

Wegberg: Schwalmbühne will Lachnerv treffen
Als gut gelaunte Truppe voller Spielleidenschaft präsentieren sich die Aktiven des Theatervereins Schwalmbühne bei der Probe für ihr neues Stück, das Ende November Premiere hat. FOTO: Jörg Knappe
Wegberg. Ein aufwendiger Bühnenaufbau mit vielen Türen und zwei Wechseln in kürzester Zeit stellt die Mitglieder der Schwalmbühne ebenso vor eine Herausforderung wie die hohe Rollenanzahl. Zu Gast bei den Proben zum neuen Stück. Von Nicole Peters

Den Gradmesser für gute Stimmung hat die Komödie "Reine Nervensache" - ein traumatisches Erlebnis des Autors Wolfgang Binder - bereits erfolgreich hinter sich gebracht: Traditionell testen die Mitglieder der Schwalmbühne Harbeck während einer ersten gemeinsamen Leseprobe, wie gut das neue Stück bei ihnen ankommt und wo die komischsten Stellen sind.

Wenn die Proben einmal gestartet sind, verlieren die Spieler inmitten der Vielzahl an Texten schon mal die Übersicht über die Wirkung der Szenenbestandteile. Besondere Herausforderungen diesmal: ein aufwendiger Bühnenaufbau mit vielen Türen und zwei sehr schnellen Wechseln sowie eine relativ hohe Rollenanzahl.

Während des Probenbesuchs in den Vereinsräumen der Zweifach-Turnhalle überwiegen vor allem gute Laune und Spaß am Spiel. Die Geschichte, die die Nerven der Aktiven zum Flattern bringt: Die Erbtante (Ulrike Kotlowski) kündigt kurzfristig ihren Besuch an, um den Gatten (Toni Röttinger) ihrer frisch vermählten Nichte (Nadine Kosak) kennenzulernen. Da dieser auf Geschäftsreise ist, muss der geistig auf Sparflamme lebende Freund (Tobias Geiser) in dessen Rolle schlüpfen. Leider verursachen zahlreiche weitere Besucher ein heilloses Durcheinander, und der überraschend zurückgekehrte Ehemann macht die Katastrophe perfekt.

Seit August haben sich die Schauspieler zweimal die Woche zu Proben getroffen - an diesem Abend legen alle erstmals komplett die Textbücher aus der Hand. Es ist die Zeit, in der sie wirklich zu Schauspielern beginnen, sagt Zweiter Vorsitzender Walter Kotlowski. Betonung, Stimmlagen und passende Mimik und Gestik sind ab diesem Zeitpunkt erst wirklich umsetzbar.

Unter Regie von Gaby Braun präsentieren die Mimen erste eindrucksvolle Sequenzen, zu denen Braun immer wieder Anregungen gibt. Als sie letztlich mit dem textlichen Können, dem die Souffleusen an der einen oder anderen Stelle nachhelfen, zufrieden ist, sitzen die Abläufe und Einsätze noch nicht perfekt. Sitzenzubleiben, wenn die Ehefrau reinkommt oder dieselbe wie selbstverständlich beim Klingen an der Tür laufenzulassen, gehört ebenso dazu wie Kommunikation auf Abstand. Auch gilt es, Requisiten wie Butterbrotdose oder Getränkeflasche zur richtigen Zeit einzusetzen und danach nicht am Ort zu vergessen.

"Es ist wichtig, dass die Schauspieler früh ohne Buch spielen", bestätigt Gaby Braun, die nach einer Pause als Schauspielerin im vergangenen Jahr wieder, wie in den vergangenen Jahren auch, mit viel Engagement als Regisseurin dabei ist. Grundsätzlich ist sie sehr froh, dass die Schwalmbühne viele neue Leute hat, die spielen möchten. "Vielleicht können wir sogar ein Sommer-Theater an der Burg zusätzlich zur üblichen Herbst-Vorstellung realisieren", sagt sie hoffnungsfroh.

Auf eine Benefiz-Vorführung weist das Team hin: Am Donnerstag, 3. Dezember, 17.30 Uhr, sind Bewohner von Altenheimen und vom Betreuten Wohnen zu einer kostenlosen zweiten Generalprobe mit Catering eingeladen. Eine Anmeldung ist erwünscht.

Quelle: RP
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