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Wegberg
"Schwalmphilharmonie - das wär's"

Wegberg: "Schwalmphilharmonie - das wär's"
Olaf Scholz (im hellen Mantel) wurde von seinen sozialdemokratischen Parteifreunden in Wegberg begrüßt (von links): Bürgermeister Michael Stock, Holger Babka, Annette Dahmen-Langela, Christoph Grundmann, Ralf Derichs, Norbert Spinrath und Rüdiger Birmann. Der Musikverein Rath-Anhoven begleitete die SPD-Wahlkampfveranstaltung am Brunnen in der Fußgängerzone musikalisch. Olaf Scholz (im hellen Mantel) wurde von seinen sozialdemokratischen Parteifreunden in Wegberg begrüßt (von links): Bürgermeister Michael Stock, Holger Babka, Annette Dahmen-Langela, Christoph Grundmann, Ralf Derichs, Norbert Spinrath und Rüdiger Birmann. Der Musikverein Rath-Anhoven begleitete die SPD-Wahlkampfveranstaltung am Brunnen in der Fußgängerzone musikalisch. FOTO: hec
Wegberg. Bürgermeister Michael Stock (SPD) musste schon ein wenig kreativ werden, um Gemeinsamkeiten zwischen der Mühlenstadt Wegberg und der Hansestadt Hamburg auszumachen. Von Michael Heckers

In Anlehnung an die Anfang 2017 zelebrierte Eröffnung der Elbphilharmonie in Hamburg wünschte Stock sich eine ähnliche Einrichtung auch für seine Stadt: "Eine Schwalmharmonie - das wäre was Schönes", sagte Stock augenzwinkernd, als er am Donnerstagabend zur Maikundgebung der SPD Wegberg in der Fußgängerzone seinen prominenten Parteigenossen, den stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD und Ersten Bürgermeister der Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz, begrüßte. Stock hatte die Elbphilharmonie nicht ohne Grund gewählt: Denn der bekannte Wegberger Glaskünstler Detlef Tanz, weltweit anerkannter Experte für Glasverschmelzung, der in der Tüschenbroicher Ölmühle lebt, hat die Lampen für den Konzertsaal der Elbphilharmonie gestaltet und ein Unternehmen aus dem Wegberg Oval, dem Gewerbegebiet in Wildenrath, die Tragwerksplanung für das Dach der Elbphilharmonie geplant. "Wir Wegberger sind schon ein bisschen stolz, dass wir Euch in Hamburg beim Bau der Elbphilharmonie ein bisschen unter die Arme greifen konnten", sagte Michael Stock.

Mit einem für den im hohen Norden typischen "Moin" begrüßte Olaf Scholz die knapp 100 interessierten Bürger am Brunnen in der Wegberger Fußgängerzone. Der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende lud seinen Amtskollegen aus Wegberg spontan zum Gegenbesuch nach Hamburg ein. Scholz war auf Einladung der SPD Wegberg in die Mühlenstadt gekommen, um den Landtagswahlkampf von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sowie die beiden Landtagskandidaten der SPD aus dem Kreis Heinsberg, Ralf Derichs (Nordkreis) und Christoph Grundmann (Südkreis) zu unterstützen. "Zeit für mehr Gerechtigkeit" lautete das Motto, und Olaf Scholz nutzte Themen wie den sozialen Wohnungsbau und die Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen, um im traditionell eher konservativ ausgerichteten westlichsten Kreis der Republik sozialdemokratische Ansichten zu vertreten und die Politik der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) der vergangenen Jahre zu loben. "Der Geldbeutel darf nicht über die Zukunft der Kinder entscheiden; sondern ihr Können. Daher weg mit den Gebühren! Bildung ist ein Grundrecht. Das darf nichts kosten", sagte Scholz. Es sei Aufgabe von Politik, für faire Lebensbedingungen zu sorgen.

Musikalisch begleitet wurde die SPD-Wahlkampfveranstaltung mit dem prominenten Gast aus Hamburg vom Musikverein Rath-Anhoven. Dabei schien manch einem die Verbindung von schneidig vorgetragener Marschmusik mit lautstark artikulierten sozialdemokratischen Forderungen in der Fußgängerzone der Mühlenstadt eher ungewohnt: "Jetzt machen die Roten hier in Wegberg schon Wahlkampf wie in Bayern", sagte ein Beobachter.

Quelle: RP
 
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