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Wegberg
Skulptur verbindet Gegenwart und Vergangenheit

Wegberg: Skulptur verbindet Gegenwart und Vergangenheit
Bürgermeister Michael Stock entfernte gestern die Folie von dem Objekt "Dream Pump" im Stadtpark. FOTO: Jörg Knappe
Wegberg. Zum Wegberger Stadtjubiläum wurde ein Kunstobjekt von Franz-Wilfried Jansen im Stadtpark enthüllt.

Noch ist die etwa drei Meter hohe Skulptur im Wegberger Stadtpark von einer goldenen Folie verhüllt. Projektmanager Franz-Wilfried Jansen gibt Bürgermeister Michael Stock noch ein paar Hinweise, wie er die Folie am besten von der drei Meter hohen Skulptur "Dream Pump" löst. Dann ist es soweit und die Skulptur kommt zum Vorschein. Zur 1050-Jahr-Feier stellt Jansen seine Skulptur der Stadt für ein Jahr zur Verfügung. Sie besteht aus einem verrosteten Hydrantenkern und sechs gelaserten Edelstahlringen. Es ist "Trash-Art", eine Kunst, für die Müll oder billige Massenprodukte verwendet werden.

"Es geht um die Verbindung der Vergangenheit mit der Gegenwart in die Zukunft", erklärt Stock die Bedeutung der Skulptur. Jansens Kunstwerk steht für die Verbindung der verschiedenen Zeiten. Der alte, rostige Hydrant, gebraucht für die industrielle Wasserversorgung, symbolisiert die Vergangenheit. Die daran befestigten, gelaserten Edelstahlringe stehen für die Gegenwart, die Moderne. Gleichzeitig weisen sie in die Zukunft. Besonders schön sei die Skulptur bei Sonnenschein, merkt Jansen an, denn dann reflektieren die Edelstahlringe das Licht. Bei Wind hingegen seien wegen der Löcher leise Töne zu hören.

Die Skulptur soll den Stadtpark jedoch nicht nur verschönern, sie soll auch als Kristallisationspunkt für Poesie und Wirtschaftsleben dienen. Neben der Skulptur ist auf einer Wurzelplattform eine Edelstahlplatte eingelassen. Auf dieser ist ein QR-Code abgebildet, der mit einem Handy gescannt werden kann. Darüber hat jeder Parkbesucher Zugang zu einem "Poetree"-Netzwerk, in dem er Verbesserungsvorschläge, Anregungen für die Gestaltung der Stadt eintragen oder kreative Gedanken hinterlassen kann. Natürlich sei es auch möglich, einfach direkt an der Skulptur Ideen vorzutragen. Der Stadtpark werde somit zu einem Wegberger "Hyde Park", in dem Besucher sich zurückziehen oder präsentieren können.

Nicht sichtbar ist die aufwendige Verankerung der Skulptur. Ein über zwei Meter langes Rohr wurde zur Befestigung der Skulptur in den Boden eingelassen. Jansen bedankte sich bei Manfred Vits vom Wegberger Stadtmarketing, der offen war für seine Idee.

Stadt und Sponsoren hätten mit ihrer Hilfe dazu beigetragen, dass die Skulptur nun im Zeichen einer öffentlich-privaten Partnerschaft im Wegberger Stadtpark zu sehen ist. Das sei ein Zeugnis demokratisierter Kunst.

(anek)
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