| 00.00 Uhr

Wegberg
Spannende Spielmomente

Wegberg: Spannende Spielmomente
Klaus Wolter (hinten Mitte) spielt als ehrenamtlicher Katho-Leiter mit Gästen "Ubongo 3D". FOTO: Jürgen Laaser
Wegberg. Erstmals beteiligte sich die Spielebande des katholischen Jugendzentrums am bundesweiten Projekt "Stadt Land Spielt!". So lernten spielbegeisterte Besucher gestern neue Spiele und Leute kennen. Von Nicole Peters

Im Jugendzentrum St. Martin, kurz Katho, griff mit Sitzwahl der Anwesenden an den Tischen urplötzlich das Spielfieber um sich. Von einem auf den anderen Moment stand das jeweilige Gesellschaftsspiel ganz im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Spieleerklärer übernahmen die Regie und erläuterten den Mitspielern die Regeln. Die Spielebande des sonntäglichen Brunchs hatte erstmals zur Teilnahme am bundesweiten Projekt "Stadt Land Spielt!" eingeladen, das zum ersten Mal 2013 aufgelegt wurde. Neuerscheinungen, die im Besitz des Zentrums verbleiben werden, hatten Verlage beigesteuert.

Neue Spiele und Leute kennenzulernen, war Ziel des Treffs. "Die Idee hinter unserem Brunch und dieser Veranstaltung ist es, Familien an die Spiele heranzuführen und mit ihnen ein paar Sachen auszuprobieren", sagte Leiter Klaus Wolter. Er war bis zum Jahr 2011 Zentrumsleiter gewesen und führt seither die sonntäglichen Begegnungen ehrenamtlich durch. "Dabei können wir alle Spiellängen von fünf oder 20 Minuten, drei Stunden oder einem ganzen Tag ausprobieren."

Wie unterschiedlich Interessen und Motivation der Einzelnen waren, erschloss sich an den Tischen. Direkt an zweien widmeten sich die Teilnehmer mit "Terraforming Mars" der Besiedelung dieses Planeten. Mittels Kärtchen und kleinen Bausteinen versuchten sie, die Temperatur zu senken oder Sauerstoff herzuholen. Ein relativ zeitintensives Unterfangen. Dagegen hatte Familie von Krüchten das Spiel "Ubongo" ausgewählt, bei dem es darum geht, mit unregelmäßig geformten Klötzen kleine Gebilde zusammenzusetzen. Möglichst schnell, um möglichst viele Punkte zu sammeln. "Ich habe es eigentlich nicht so mit räumlichem Vorstellungsvermögen", gab Mutter Ines zu, um doch kurz darauf als erste "Ubongo!" auszurufen. "Jedes Spiel hat seinen Reiz, die Leute kommen zusammen und haben eine Verbindung zueinander." Zudem würden viele Spiele allein nicht funktionieren oder würden von anderen Familienmitgliedern nicht favorisiert werden, ergänzte sie. Sohn Marc gewann der "Ubongo"-Wahl allerdings viel Positives ab. Er könne räumliches Denken trainieren, was ihm in der Schule in den Fächern Mathe und Physik weiterhelfe. Er besucht die Stufe Q1 am Gymnasium - und hielt sich auf diese Weise auch während der Sommerferien spielerisch fit. Was Vater Ralf, der ebenfalls mitspielte, freuen dürfte. Vierter im Bunde war Spieleautor Channing Jones, von dem erstmals zwei Spiele herausgegeben wurden: "Das Gnomenparlament beim Kölner Argentum-Verlag und das Turmbauspiel beim Mönchengladbacher Mücke-Verlag." Er entwickelt Spiele, schreibt die Regeln und bringt immer wieder sonntags Prototypen zum Ausprobieren mit. "Man erlebt etwas im Hier und Jetzt und kann anderes eine Zeit lang ausblenden", beschrieb er seine Faszination, "die Entwicklung selbst ist ein kreativer Prozess, in dem man etwas erschaffen kann." Dabei sei dies bei Gesellschaftsspielen einfacher als bei Videospielen. Sein Hobby würde Jones gerne ausbauen.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Wegberg: Spannende Spielmomente


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.