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Wegberg
Sparen mit Sonnenenergie

Wegberg. Mit einem zukunftsweisenden Beschluss für Photovoltaik-Anlagen auf zwölf städtischen Gebäuden will Wegberg jährlich Geld einsparen. Von Michael Heckers

Einen zukunftsweisenden Beschluss fassten jetzt die Mitglieder des Ausschusses für Bauen, Umwelt und Vergaben: Um Energie zu sparen und umweltschädlichen CO2-Ausstoß zu mindern, sollen auf den Dächern mehrerer städtischer Gebäude Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) errichtet werden. Einstimmig beauftragte der Ausschuss die Stadtverwaltung, die begonnene Planung fortzuführen und das erforderliche Ausschreibungs- und Vergabeverfahren vorzunehmen.

PV-Anlagen sollen auf den Dächern des Grenzlandringbades, des Rathauses, der Grundschulen in Wegberg und Arsbeck, der Edith-Stein-Realschule, der Dreifach- und Zweifach-Sporthallen, des Wohnhauses Philosophenweg 88 und des Klinkumer Kindergartens errichtet werden. Die Stadt hofft, durch die Installation der PV-Anlagen finanzielle Einsparungen zu erzielen. Durch den Eigenverbrauch des produzierten Stroms werden einerseits Stormkosten gespart, andererseits erhält die Stadt eine Vergütung für den Strom, der nicht selbst genutzt werden kann und ins Stromnetz eingespeist wird.

Im Haushaltsplan 2015 ist die Installation von Photovoltaikanlagen auf den Dächern von zwölf städtischen Gebäuden als eine von insgesamt 23 Sparmaßnahmen aufgeführt. Die Installationen der PV-Anlagen auf dem Grenzlandringbad und auf dem Dach der Erich Kästner Grundschule in Wegberg wurde bereits Ende 2015 beschlossen. Jetzt gab der Bauausschuss auch grünes Licht für die übrigen PV-Anlagen.

Die Anlagenstandorte wurden bei einer Voruntersuchung aufgrund der jeweiligen Dachausrichtung, Qualität und alter der Dachdeckung, der statischen Voraussetzungen als besonders geeignet zur Installation von PV-Anlagen angesehen. Zur Diskussion standen auch die Dächer der Turnhallen an den Grundschulen in Beeck und Rath-Anhoven. Auf Vorschlag der Verwaltung werden jedoch auf diesen Gebäuden vorerst keine Anlagen gebaut, weil derzeit noch Beratungen über das Schulentwicklungskonzept der Stadt laufen und die Zukunft der beiden Schulstandorte ungewiss ist.

Ohne Berücksichtigung der Standorte in Beeck und Rath-Anhoven ergibt sich für die Errichtung der PV-Anlagen auf den städtischen Gebäuden ein Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von 374.500 Euro. Die Anlagen werden über die Dauer von 20 Jahren abgeschrieben, woraus sich jährliche Abschreibungskosten in Höhe von 18.725 Euro pro Jahr ergeben. Hinzu kommen die bereits zur Installation der PV-Anlage auf dem Grenzlandringbad beschlossenen Investitionskosten von 55.000 Euro (jährlich 2750 Euro).

Stellt man Kosten und Nutzen gegenüber, soll sich bei Anrechnung der vollen Abschreibungskosten für die Photovoltaik-Anlagen ein zu erwartender positiver Gesamtertrag in Höhe von rund 9074 Euro pro Jahr ergeben, rechnet die Stadtverwaltung vor. Sie hofft, dass die Installation der PV-Anlagen in Wegberg durch das Kommunalinvestitionsgesetz (KInvFöG) unterstützt wird. Die Förderquote beträgt bis zu 90 Prozent. Bei einer entsprechenden Förderung durch das Land NRW würde der Gesamtertrag aller Anlagen um rund 16.853 Euro auf 25.927 Euro pro Jahr steigen. Nach einstimmigem Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses wird die Verwaltung nun einen entsprechenden Förderantrag stellen.

Für die jeweiligen Anlagen wurden nach Angaben der Stadtverwaltung unverbindliche Netzanfragen bei der NEW Netz GmbH als zuständigen Betreiber bereits positiv beschieden. Demnach sei die Installation der geplanten PV-Anlagen an den jeweiligen Standorten generell möglich.

Quelle: RP
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