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Wegberg
Spaziergang durch vielfältige Kunstwelten

Wegberg: Spaziergang durch vielfältige Kunstwelten
Zu den Künstlern, die am Wochenende ihre Ateliers im alten Kloster öffneten, gehörte auch Ulrike Kotlowski, die hier eine Auswahl ihr Bilder (Mischtechnik) präsentiert. FOTO: Jürgen Laaser
Wegberg. Die Künstler und Künstlerinnen der Wegberger Atelieretage zeigen im früheren Kloster derzeit ihre neuen Arbeiten. Von Nicole Peters

Jährlich versuchen die zehn Künstler der Atelieretage im ehemaligen Karmeliterkloster, den Besuchern etwas Neues zu bieten. So stellen sie zum Adventsmarkt vornehmlich die Werke aus, die sie im Laufe des Jahres geschaffen haben. Als "Lieblingsausstellung" bezeichneten sie am Wochenende diese Schau, die sie allen Kunstinteressierten zugänglich machen. Am kommenden Sonntag ist es zudem möglich, in das eine oder andere Atelier zu blicken, mit den sieben Frauen und drei Männern über Kunst ins Gespräch zu kommen und Originale zu betrachten. Grafik, Holzdruck, Holzschnitt, Malerei und Wachscollagen sind zu sehen.

Eine mit Lichtröhren geschmückte Treppe wies am Wochenende den Weg zur Eingangstür, hinter der auf großzügig bemessener Fläche des Flures erste Kunstwerke hingen. Ausmaße von 1,50 Metern mal 85 Zentimetern hatte beispielsweise ein Bild von Ulrike Kotlowski, das in Mischtechnik auf Leinwand gearbeitet war. Auf der Marmormehl-Spachtelmasse arbeitet sie Pigmente, Öle, Lacke und Beizen ein und erhielt unterschiedlich reagierende, interessante Oberflächen.

Johann Wittmann stellt eine für ihn typische Ansammlung von Menschen dar - mit stärkerem Einsatz des Spachtels beim Farbauftrag. Im Atelier zeigte er mit Texten einfallsreich korrespondierende Aquarell-Zeichnungen. Stark farbige Malerei mit expressivem Ausdruck stellte Christoph Ohmes aus - mit Linien und versteckten Symbolen verleiht er ihnen mehrere Deutungsebenen. Meditativ ansprechende Ansichten hatte Ingrid Pusch mit Mischtechnik auf Leinwand geschaffen, von denen sie eine "Sommerwind" nannte. Mittels transparenter Farbschichten arbeitet Brigitte Uhrmacher Schritt für Schritt hin zu sich öffnenden Bildaussagen mit frei werdenden kräftigen, großen Farbflächen, die gleichsam luftig und schwebend wirken. Zu den Serien "Zu Tisch" und "Natur" zeigte Karin van Zoggel großzügig belegten Burger oder eine geschmacklich anregende Platte mit Austern und Zitronenvierteln - die verwendeten teils hellleuchtenden Farben waren sowohl in den Motiven als auch im sorgsam ausgearbeiteten Hintergrund zu finden.

Im Treppenaufgang zeigte Beate Bündgen erste Ergebnisse ihrer Auseinandersetzung mit den neun Musen des Olymps. Zunächst hatte sie die vier verschiedenen Frauenbilder in Holzstelen mit jeweils vier Seiten geschnitzt. Anschließend druckte sie diese auf Echt-Bütten-Papier. Mal lächelnd, mal ernst oder mit zur Seite geneigtem Gesicht und ihren Attributen. Wuchtig und beinahe dreidimensional wirken die Kunstwerke von Johannes Donner, in denen er Pigmente, Binder, Sumpfkalk und Beize verarbeitete. Eva-Stefanie Mosburger-Dalz setzt Gefühle wie Unsicherheit und Vertrauen mittels Schrift, Papier und Feder in Collagen um. Mit sich überlagernden, oft kühlen Farbflächen hat Ursula Kempf einen stark rhythmischen Ausdruck erreicht.

Quelle: RP
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