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Wegberg
Spurensuche beim Sommercamp

Wegberg: Spurensuche beim Sommercamp
Viel Spaß, viel Abwechslung, viel Natur: Die Kinder haben beim Sommercamp viel erlebt und erkundeten mit Feuereifer das Naturerlebnisgelände der Nabu-Naturschutzstation Haus Wildenrath. FOTO: JÖRG KNAPPE
Wegberg. Mit allen Sinnen erforschten die sechs- bis zwölfjährigen Kinder im Gebiet rund um die Nabu-Naturschutzstation Haus Wildenrath die Dinge, die Menschen, Tiere, Pflanzen oder Wetter in der Natur hinterlassen haben. Von Nicole Peters

Die Beschäftigungs-Möglichkeiten neben den kurzen Ausflügen in den umliegenden Wald zum diesjährigen Thema "Spurensuche" sind auf dem Naturerlebnisgelände rund um die Nabu-Naturschutzstation vielfältig.

"Kaulquappe in Sicht!" tönt es vom Teich hinter dem oben gelegenen Gemeinschaftsraum: Mit Feuereifer sind hier Kinder dabei, mit Keschern Kaulquappen, kleine Molche oder Schnecken aus dem Wasser zu holen. Im mit Wasser gefüllten Eimer tummeln sich einige der Lebewesen und die kleinen Naturfreunde schauen sie immer wieder an. Insgesamt 17 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren nehmen an der zweiten Sommercamp-Woche unter Leitung von Natascha Lenkeit-Langen teil. In der Woche zuvor waren es ebenso viele - diese Tage zum gleichen Thema hatte Corinna Stellmacher betreut.

Die Dinge, die Menschen, Tiere, Pflanzen oder Wetter in der Natur hinterlassen haben, aufzuspüren und mit allen Sinnen zu erforschen, war Ziel der erlebnisreichen Ferienwochen. "Ein Teil des Konzepts ist es, dass die Teilnehmer viel von dem einbeziehen können, was sie finden", führte Umweltpädagogin Lenkeit-Langen den Ansatz der Erlebnis-Pädagogik näher aus. Zusammen mit Umweltpädagoge James de Lima und den Jugendlichen Annemiek Nievelstein und Louisa Stellmacher ist die Gruppe während der fünf Tage beispielsweise auf mittelalterlicher menschlicher Spurensuche gewesen. In einem Fantasiespiel haben sie nachempfunden, wie die Wohnanlage an dieser Stelle im Mittelalter ausgesehen haben könnte: Reste wie Gräben oder Fischteich sind bis heute zu sehen. Stellen im Wald, an denen bis vor einigen Jahrzehnten Ton abgebaut und daraus Geschirr hergestellt wurde, suchten sie ebenfalls auf. Der neunjährige Benedikt erzählt lebhaft, wie sie Spuren von Schafen mit einem Tongemisch abgenommen hatten. Oder sie haben Besen wie die damals ansässigen Besenbinder gebunden und Wissenswertes über deren Leben erfahren. Das Tipi-Bauen ist Katharina (7 Jahre alt) gut in Erinnerung geblieben: "Wir haben eine Astgabel genommen und an einem Stamm aufgestellt und mit einem weiteren Ast abgestützt." Daran lehnten sie Stöcke und legten Blätter drauf. Fertig war der natürliche Unterstand.

An den besonders heißen Tagen hatten sich alle Teilnehmer im Bach abgekühlt. Pflanzen sammeln oder einfach nur im Gras liegen und die Kondensstreifen der Flugzeuge von der Leiterin erklärt bekommen, gehörten im Weiteren ebenso zu den aufregenden Erlebnissen wie der tägliche Ablauf mit Tiere füttern und Beete gießen. An diesem Tag hatten sie zudem Kräuter gesammelt und Pizza im Lehmbackofen zubereitet.

In einer späteren Präsentation wollten sie ihren Eltern zeigen und erzählen, was im Laufe der Woche passiert war. Seit mehreren Jahren gibt es inzwischen die Ferienfreizeiten zu immer anderen Themen an der Naturschutzstation. "Dabei sind einzelne Aktivitäten wie Schnitzen Dauerbrenner, die wir immer in das Konzept mit aufnehmen", berichtet Natascha Lenkeit-Langen, "bis jetzt hatten wir immer genügend Anfragen, und die Wochen waren immer gut belegt."

Quelle: RP
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