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Wegberg
Staunen über üppige Pflanzenlandschaften

Wegberg: Staunen über üppige Pflanzenlandschaften
Kleo Montforts (rechts) zeigt Besuchern eine Feige. Der Baumschulmeister hat in seinem heimischen Garten in Bischofshütte in jahrzehntelanger Arbeit eine Quelle der Inspiration für Gartenfreunde und Liebhaber von exotischen Baumfarnen und grünblättrigen Hostas geschaffen. FOTO: Jürgen Laaser
Wegberg. Erneut nutzten viele Besucher und Liebhaber von Baumfarnen und Hostas den Tag des offenen Gartens beim Baumschulmeister Kleo Montforts. Einblicke in eine große grüne Oase. Von Nicole Peters

Pflanzen in allen Höhen, nach Standort und Flair in verschiedenen Landschaften zusammengebracht, erwarteten die Besucher in der großen Gartenanlage von Baumschulmeister Kleo Montforts. Eine Quelle der Inspiration für eigene gärtnerische Aktionen, aus der Gartenfreunde sowie Liebhaber von exotischen Baumfarnen und grünblättrigen Hostas seit Jahren schöpfen. Somit fanden sehr viele Besucher an zwei Tagen den Weg dorthin und gingen auf Erkundungstour.

Wie eine große Distel blüht die Artischocke, eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler - Hingucker im Garten von Kleo Montforts. FOTO: GABI LAUE

"Hier gibt es Raritäten, die man sonst nicht sieht", begeisterte sich eine Frau, die mit ihrer Schwester seit Jahren herkommt, "so etwa die Baumfarne oder am Eingang die Albizia mit rosa Federbüscheln." Dekorativ als Hochstämmchen präsentiert, hatte sie die Pflanze Campsis, die ihr sonst als Kletterexemplar bekannt ist, entdeckt. Beide Formen sind möglich, erfuhr sie vom beratenden Team, das zu einem Teil aus Arbeitskollegen des Hausherrn bestand und unter der Woche im Betrieb Morjan in Grambusch anzutreffen ist. Als Hochstämmchen müsse sie lediglich immer zurückgeschnitten werden. So, wie es ebenfalls mit der Rankpflanze Glyzinie möglich sei. Anregungen, die die Besucherin immer wieder gerne für ihre eigene Gartengestaltung aufnimmt, wie sie sagte.

Für Kleo Montforts stellt die aktuelle Zeit die Genießerzeit dar - die Zeit, in der er pflegt, wässert und den Aufenthalt in seiner persönlichen grünen Oase oft zur Muße nutzt. Als Gartenzimmer wie in den Tropen bezeichnete er einen Abschnitt, in dem verschiedene Farne, Hostas und Bananenstauden für tropische Üppigkeit sorgten. Blühendes und Zitruspflanzen gediehen dahinter im sonnigeren Bereich, dem sich der kleine Bauernhof mit Enten, Hühnern und Gänsen anschloss. Versteckt in den Nischen kleine Teiche und schattige Naturecken, in denen sich Libellen, Frösche, Molche und Igel wohlfühlen. Von einer großen Vielzahl an Vogelarten, die überall Kornelkirschen, wilde Kirschen, Würmchen und Raupen zu picken finden, konnte Montforts ebenfalls berichten.

Für ihn selbst biete der Garten die Möglichkeit, Ruhe zu finden und vom Alltagsstress Abstand zu bekommen. Sein vor 30 Jahren begonnenes Hobby des Sammelns von Baumfarnen entwickelte sich inzwischen zum zweiten Standbein. Die Farne vor allem aus Australien und Neuseeland werden inzwischen von Botanischen oder Zoologischen Gärten und Bundesgartenschauen bei ihm angefragt. Inklusive seines langjährigen Expertenwissens. Eine Vielfalt an Fuchsien zeigten im hinteren Teil des Parks die "Fuchsienfreunde Grenzland". Schnell oder langsam wachsend gab es die dekorativen Pflanzen in Töpfen hängend oder als Hochstämmchen in Kübeln stehend zu sehen. An Rankgittern bilden sie Säulen- oder Pyramidenformen und werden zum Überwintern zurückgeschnitten, war zu erfahren. Dazu stellte sich Baumpfleger Martin Leupold mit Klettergeschirr vor, gab es Bambus zu begutachten, zeigten Künstler an mehreren Stellen Bilder und Skulpturen sowie boten weitere Aussteller Schmuck, Artikel aus Holz, Wurzelwerke, selbst gemachte Marmeladen und Konfitüren sowie Honig an.

Quelle: RP
 
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