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Wegberg
Stones-Hits Auftakt des Kultursommers

Wegberg: Stones-Hits Auftakt des Kultursommers
Sänger Bobby Ballasch ist dem Stones-Frontmann Mick Jagger wie aus dem Gesicht geschnitten, und er kann auch stimmlich überzeugen. FOTO: JÜRGEN LAASER
Wegberg. Die Braunschweiger Tribute Band "Voodoo Lounge" rockte mit Klassikern und weniger bekannten Stücken der "Rolling Stones" den Rathausplatz: Dynamik und musikalisches Können ab dem ersten Takt. Publikum in Eskalationsstufen. Von Nicole Peters

Mitsingen in einer Art Endlosschleife konnten die Besucher auf dem gut gefüllten Rathausplatz im letzten Stück "Sympathy for the devil": als dezenter Background-Chor den Sänger Bobby Ballasch und Band mit der wiederkehrenden Sequenz "huh-huh" zum wilden Rhythmus von Schlagzeug, Piano, Gitarren und Bass engagiert begleitend. Dynamik und musikalisches Können von Beginn an brachte die sechsköpfige Formation "Voodoo Lounge" zum Auftakt des Wegberger Kultursommers auf dem gut gefüllten Rathausplatz auf die Bühne. Zwischen großen Hits der englischen Rockband ließen sie weniger bekannte Stücke hören.

Mit dem Song "Brown Sugar" begannen die Musiker ihre Hommage an die Rocklegenden, die bis heute bei großen Tourneen live auf der Bühne stehen und bis zu mehrere hunderttausend Zuhörer haben. Die Schar der Fans war in Wegberg nicht ganz so groß, aber konnte sich durchaus sehen lassen.

Verblüffend ähnlich sah Sänger Bobby Ballasch Stones-Frontmann Mick Jagger, bewegte sich in bekannt unruhiger, zackiger Weise und konnte ebenso stimmlich bei den teils anspruchsvollen Songs überzeugen. "Es ist noch ein bisschen schwer, mitzusingen, da es noch hell ist", wandte er sich vor dem Stück "Angie" an die Zuhörer. Im Anschluss forderte er sie auf, die "nächste Eskalationsstufe zu zünden" und ein paar Meter näher zur Bühne zu kommen: Es ging mit "Miss you" und hohen Gesangseinlagen, treibendem Beat der Instrumente und schönen Soli weiter. Blues erklang mit "Little red rooster", das allertraurigste Stück mit "Love in vain" und der älteste Song an diesem Abend mit "Stop breaking down". Mundharmonika- oder Akustik-Gitarrenspiel erweiterte das instrumentale Repertoire, bevor das Konzert mit Klassikern wie "You can't always get what you want", "Paint it black" oder "Satisfaction" stimmungsmäßig seinen Höhepunkt ansteuerte.

Mitsingen, Mitklatschen und vor allem in den vorderen Reihen Tanzen hatte sich da längst eingestellt. Die im Jahr 1997 in Braunschweig gegründete Formation hatte sich mit dem Konzert in Wegberg einen weißen Fleck auf der Landkarte erobert und das Publikum in Erinnerung an manche Fete geschwelgt. "Mit geschlossenen Augen auf einer Wiese liegend hätte man durchaus denken können, dass die 'Rolling Stones' spielen", meinte der Wegberger Bernhard Jacobs. Und der Wegberger Thomas Hennig bescheinigte den Musikern eine gute musikalische und showmäßige Darstellung. "Eine typische Band für Wegberg, da die Zuhörer bei den Stücken mitsingen können." Gut fände er es, wenn zusätzlich junge Bands beispielsweise als Vorgruppen auf der Bühne eine Chance bekommen würden. Als geselliges Open-Air-Musikerereignis kam das Konzert der individuell interpretierenden Band, die zwei Zugaben hören ließ, allgemein gut an.

Quelle: RP
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