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Wegberg
Theaterkarten sollen teurer werden

Wegberg: Theaterkarten sollen teurer werden
Das Wegberger Theaterprogramm ist beim Publikum beliebt. In der vergangenen Saison war zum Auftakt die Komödie "Zwei ahnungslose Engel" mit den bekannten Schauspielerinnen Anita Kupsch und Chariklia Baxevanos zu sehen. FOTO: Rüdiger Neumann (Archiv)
Wegberg. Einzelkarten für Veranstaltungen des Theaterprogramms sollen bis zu fünf Euro, das Abonnement bis zu 26 Euro mehr kosten als bisher. Von Michael Heckers

Die letzte Preiserhöhung ist noch kein Jahr her, jetzt soll der Preis für das Theaterabonnement erneut steigen. Hintergrund ist, dass die Stadt im Haushaltssicherungskonzept einen Konsolidierungsbeitrag von 8000 Euro pro Jahr für die Jahre 2016 bis 2024 eingeplant hat. Wegfallen soll auch die bisherige Regelung, dass Theaterbesucher, die über 65 Jahre alt sind, das Theaterabo zu einem ermäßigten Preis buchen konnten.

Eine entsprechende Beschlussempfehlung gaben die Mitglieder des Ausschusses für Bildung, Kultur, Soziales und Sport. Die Stadtverwaltung rechnet mit Mehreinnahmen in Höhe von 8000 Euro, die im Haushaltsentwurf 2016 bereits eingeplant sind. Allerdings bleibe abzuwarten, ob diese Preissteigerung Abonnenten veranlassen wird, das Abo zu kündigen. "Bei zu starkem Rückgang der Besucherzahlen könnte es nach Angaben der Stadtverwaltung zu einem höheren Zuschussbedarf als bislang kommen", heißt es in der Beschlussvorlage, und: "In diesem Fall müsste das langjährige Angebot ,Theaterabonnement' eingestellt werden. Endgültig entscheiden über die neue Preisstruktur wird der Haupt- und Finanzausschuss in der Sitzung am Dienstag, 15. März.

Das schon seit vielen Jahren bestehende Theaterprogramm wird von der Stadt Wegberg bezuschusst. Im Haushaltsplan 2015 stehen den Aufwendungen in Höhe von 33.000 Euro Erträge in Höhe von 24.000 Euro gegenüber.

In der Diskussion über die neue Preisstruktur plädierte Nicole von den Driesch (AfW) dafür, den städtischen Zuschuss ganz zu streichen und die Kosten komplett auf die Theaterbesucher umzulegen, schließlich handele es sich bei Theaterbesuchern üblicherweise um eine vergleichsweise zahlungskräftige Klientel. Petra Otten (CDU) konnte den Vorschlag der AfW nicht nachvollziehen: Das Theaterprogramm sei eine bedeutende kulturelle Veranstaltungsreihe, die sich in den vergangenen Jahren im Veranstaltungskalender fest etabliert habe und beim den Besuchern sehr beliebt sei. Otten fordert die Stadtverwaltung dazu auf, eine mögliche Kooperation mit der Stadt Mönchengladbach zu prüfen. So könnte beispielsweise über einen Gruppentarif die Eintrittskosten deutlich reduziert werden. Auch ein Bus-Shuttleservice sei wünschenswert.

Beim Abonnement und für Einzelkarten für Theatervorstellungen in Wegberg sollen weiterhin ermäßigte Preise gelten für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre gelten, Schüler und Studenten bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres, Personen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr oder Bundesfreiwilligendienst ableisten, Schwerbehinderte mit Ausweis (mindestens 50 Prozent), Inhaber der Eurecard, Empfänger von Leistungen nach dem SGB XII (Grundsicherung, Hilfe zum Lebensunterhalt), Empfänger von Wohngeld und Empfänger von Leistungen nach dem SGB II (Jobcenter).

Quelle: RP
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