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Wegberg
Unruhen in Burundi verzögern Baustart für Schwesternhaus

Wegberg. 300.000 Euro sammelte der Förderverein Abbé George seit seiner Gründung im Jahr 2007 für Bau und Betrieb der Kinder- und Krankenstation in Burundi.

Hedwig Klein, Vorsitzende des Fördervereins Abbé George, informierte die Mitglieder zunächst über die Pläne für die weitere Entwicklung der Kinder- und Krankenstation in Magara/Burundi. Seit 2012 ist sie - in der Trägerschaft des Bistums Bujumbura - in Betrieb und wird von den Menschen in und um Magara so gut angenommen, dass eine Erweiterung der Klinik und des medizinischen Spektrums geplant ist.

Wunsch des Vorstandes war es, die Krankenstation einem einheimischen Schwesternorden zu übertragen, der sich der Krankenpflege verschrieben hat, um so langfristig Kontinuität und Stabilität zu erreichen. Nach mehreren Gesprächen mit der Generaloberin des Ordens Bene Umukama, Schwester Revocate, hat die Übertragung mit ausdrücklicher Zustimmung des Erzbischofes zwischenzeitlich stattgefunden.

Derzeit arbeiten bereits vier Ordensschwestern in der Krankenstation, davon eine Ärztin. Der Vorstand des Fördervereins hat Schwester Revocate zugesichert, die Personal-und Betriebskosten auch weiterhin zu tragen, die Kosten für das Schwesternhaus zu übernehmen, um so größtmögliche Nähe zu den Patienten sicherzustellen und im Rahmen der Möglichkeiten des Vereins einen Beitrag zur räumlichen und qualitativen Weiterentwicklung des Krankenhauses zu leisten.

Der Bau eines kleinen geplanten Gästehauses und einer Kapelle ist nach der Satzung des Fördervereins nicht förderfähig. Daher wurden zwischenzeitlich entsprechende Anträge zur Mitfinanzierung bei Missio / Aachen gestellt.

Die politischen Unruhen in Burundi haben den Baubeginn, der schon im vergangenen Jahr vorgesehen war, um Monate verzögert. Der Vorstand hofft, dass im Mai 2016 endlich begonnen werden kann. In dem Zusammenhang dankte Hedwig Klein allen Sponsoren, den Mitgliedern, den Schulen und Spendern für die großartige Unterstützung seit 2007 (rund 300.000 Euro).

Helene Breuer ging auf die Mitgliederentwicklung ein und berichtete, dass der Förderverein aktuell 195 Mitglieder habe. "Ihre Beiträge sind jedes Jahr eine feste Bank", sagte sie und appellierte an die Versammlung, sich um weitere Mitglieder zu bemühen.

Kassierer Rudi Hachen gab einen Überblick über die Kassenlage, erläuterte detailliert Ein- und Ausgaben und betonte nochmals, dass der Vorstand auf den "Startschuss für den Bau des Schwesternhauses" warte. Rudi Hachen wurde von den Kassenprüfern eine tadellose Kassenführung bescheinigt. Die Jahresrechnung wurde angenommen, der Vorstand durch die Versammlung entlastet.

Nach den anschließenden Neuwahlen setzt sich der Vorstand folgendermaßen zusammen: Vorsitzende Hedwig Klein, Stellvertretender Vorsitzender Lutz Braunöhler, Kassierer Rudi Hachen, Schriftführer Matthias Kohlen, Beisitzer Ulrich Frieten, H.Jakob Paulsen und Werner Zohren. Heinz-Werner Lennartz, der seit Gründung des Fördervereins 2007 mit großem persönlichen Engagement für den Förderverein gearbeitet und auch die Position des Schriftführers wahrgenommen hat, hat aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zur Verfügung gestellt. Hedwig Klein bedankte sich bei ihm - unter dem Applaus aller Anwesenden - für seinen enormen Einsatz.

Der Vorschlag an die Mitgliederversammlung, Helene Breuer, Peter Hanf, Heinz-W. Lennartz und Abbé George als "fach- und sachkundige Berater" zu den Vorstandssitzungen weiterhin einzuladen, wurde von allen Anwesenden unterstützt.

Quelle: RP
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