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Wegberg
Vom Rottweiler bis zum Ridgeback

Wegberg: Vom Rottweiler bis zum Ridgeback
Rottweiler-Hündin "Pepper" mit Frauchen Tanja Habel-Deckers bei der "Obedience-Rallye". FOTO: Jürgen Laaser
Wegberg. Zum Tag des Hundes veranstaltete der DVG MV Wegberg bei strahlendem Sonnenschein ein Fest auf dem eigenen Trainingsgelände an der Maaseiker Straße. Zu sehen war die Arbeit mit dem Hund. Von Paula Meyersieck

Zum Tag des Hundes schien nicht nur das Wetter in Feierlaune zu sein, ganz im Gegenteil: Der DVG MV Wegberg feierte diesen Tag mit verschiedenen Veranstaltungen, Aufführungen und gemeinsamen Aktivitäten auf seinem Trainingsgelände.

"Mein Motto ist es, dass man auch Menschen mögen muss, um mit Hunden zu arbeiten" erklärte Dorothee Obst, die Vorsitzende des Vereins gleich zu Beginn. Die Arbeit mit dem Hund sei sehr zeitintensiv und teilweise auch anstrengend, jedoch sei es dabei genauso wichtig, dass sich die Hundehalter verstehen, damit eine angenehme Atmosphäre herrsche.

Den DVG Wegberg gibt es bereits seit 1981 und er ist ein Verein, der verschiedene Hunderassen und Menschen zusammenbringt: "Unser jüngstes Mitglied ist 14 Jahre alt und die ältesten werden jetzt 77", verkündete Obst stolz, "in unserem Verein sind eigentlich alle Rassen vertreten, vom Mops über den Jack-Russel-Mix bis hin zum Ridgeback ist alles dabei".

Der DVG trainiert jede Woche Mittwoch, Freitag und Samstag. In dem Zusammenhang werden die Hunde in verschiedenen Disziplinen gefördert und teilweise sogar auf Turniere vorbereitet. Eine Trainingskategorie ist die Stöberarbeit, bei der Gegenstände bestimmter Größe und Textur auf einem abgegrenzten Gelände versteckt werden. Die Aufgabe der Hunde besteht darin, diese ohne Hilfe des Herrchens wiederzufinden. Auch beliebt ist das Mantrailing, welches laut Obst der Ausbildung zum Polizeihund sehr ähnelt. In dieser Kategorie lernen die Hunde, anhand eines bestimmten Geruchsträgers die Spur der Person, die dieser Gegenstand gehörte, zu finden. Die Wege, sogenannte "Trails" gehen durch Wohnsiedlungen, Wälder oder Parks. Dabei wird der Hund von seinem Besitzer an der Leine geführt, er bestimmt jedoch selber den Weg.

"All diese Übungen dienen vorwiegend dem Nasentraining. Die Nase des Hundes ist nicht mit der des Menschen zu vergleichen. Hunde riechen wirklich außergewöhnlich gut und können schon kleinste Geruchspartikel erkennen und wiederfinden" erklärt Dorothee Obst, die selber als Trainerin im Verein aktiv ist. Die meisten Trainer des DVG arbeiten ehrenamtlich, müssen jedoch eine weitgefächerte Ausbildung absolvieren: "Als zertifizierte Trainerin musste ich eine zweijährige Assistenzzeit und verschiedene Seminare hinter mich bringen, so zum Beispiel zur Menschenführung und Rhetorik, Erste Hilfe am Hund, Versicherung und Recht", verrät Obst stolz. Zu diesem Trainingsprogramm gehören selbstverständlich auch schriftliche Prüfung und Trainingsstunden.

Obst fügte hinzu: "Unser Verein ist generell ein sehr gemeinnütziger Verein. Die meisten Mitglieder arbeiten ehrenamtlich mit und wir organisieren das meiste selber". So auch den Tag des Hundes: Überall wuselte es von Hunden verschiedener Größe, Farbe, Muster und Rasse, es wurde gegrillt und die unterschiedlichen Disziplinen wurden vorgetragen und eingeübt. Dabei stand der Spaß und Zusammenhalt im Vordergrund: "Je enger man mit den Hunden zusammenarbeitet, desto enger ist auch die Beziehung, die sich in dem Rahmen entwickelt", sagt Obst lächelnd und schiebt ihrem Hund, einem Rhodesian Ridgeback, liebevoll zur Belohnung ein kleines Leckerchen in den Mund.

Quelle: RP
 
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