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Wegberg
Vorfreude auf die Reise nach Südafrika ist sehr groß

Wegberg: Vorfreude auf die Reise nach Südafrika ist sehr groß
Diese jungen Leute fahren mit ihren Betreuern (mit im Bild) bald für zweieinhalb Wochen nach Kapstadt, um soziale Projekte zu unterstützen. FOTO: LAASER
Wegberg. Seit zweieinhalb Jahren bereiten sich die Mitglieder der "All 4 All"-AG des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums auf die Fahrt vor. Von Nicole Peters

Alle organisatorischen Vorbereitungen waren abgeschlossen und die Zeit war günstig, sich mit einem lockeren außerschulischen Treffen auf die bevorstehende große Reise nach Süd-Afrika einzustimmen. Bei Getränken und Speisen trafen sich die zwölf mitreisenden Schüler und deren Eltern, der betreuende Lehrer Guido Knippenberg und dessen ebenfalls mitreisende Frau Iris sowie der ehemalige Schüler des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums (MKG), Steffen Vogel.

Seit der "All 4 All"-AG-Gründung im Februar 2015 hatten sich die Teilnehmer zunächst mit dem Erlernen wichtiger Bestandteile südafrikanischer Kultur auf eine zukünftige Reise vorbereitet. Im Anschluss sammelten sie bei Verkaufsaktionen die stolze Summe von 5000 Euro, die zwei Projekten vor Ort zugute kommen wird. Den Flug und die Unterbringung werden alle Teilnehmer aus eigenen Mitteln bestreiten. "Ich habe hier eine Schülergruppe zusammengesucht, die an karitativen Ideen interessiert war", blickte Guido Knippenberg auf die Anfänge zurück. Auch als Alternative für den jährlich im Wechsel stattfindenden USA-Schüleraustausch, bei dem es vor allem um Sprach- und Kulturkenntnisse gehe. Das gesammelte Geld soll zum einen in den Kindergarten "Butterfly" und zum anderen in die Nähwerkstatt "Where Rainbows Meet" von armen Frauen aus einem der Slums, dort Townships genannt, gehen. "Wir wollen vor Ort gucken, was die Menschen brauchen", fügte er an, "wenn die Kinder eine Schaukel benötigen, fahren wir zum Baumarkt und kaufen eine." Ebenso ist geplant, sich die Projekte anzuschauen und mit den Kindern zu spielen. Für Steffen Vogel sind es bereits gut bekannte Einrichtungen. Er arbeitete nach seinem Abitur im Kindergarten mit und baute zudem bei zwei nachfolgenden mehrwöchigen Aufenthalten den Kontakt zum Frauen-Selbsthilfeprojekt auf. Daraus bezogene Produkte verkaufte die AG bereits an ihrem Verkaufsstand. Die Schülergruppe werde vor Ort neben den tollen kulturellen Erlebnissen auch Apartheid sowie möglicherweise Kriminalität und zu Teilen Armut kennenlernen - bleibende Erfahrungen für das Leben, wie ebenso Guido Knippenberg meinte. Noch gar nicht richtig realisieren konnte es Zehntklässler Nick, dass es in knapp drei Wochen losgeht. Seine Motivation sei es, den armen Kindern zu helfen, bekräftigte er und freute sich zudem sehr auf das Straußenreiten auf einer Farm. "Für das Land Südafrika und nicht für Amerika habe ich mich entschieden, da die Kultur dort ganz anders als bei uns ist", erläuterte er weitere Beweggründe für seine Entscheidung. Er war durch Klassenlehrer Guido Knippenberg darauf gekommen, bei der AG mitzumachen. Neuntklässlerin Celine freute sich am meisten darauf, den Kindern zu helfen und die Kultur kennenzulernen. Es stelle eine gute Möglichkeit der Durchführung dar, dass Steffen Vogel, der sich in Kapstadt auskenne, mitfahre.

Dass die Eltern ihre Kinder ideell und finanziell unterstützen und ihnen dadurch das Wahrnehmen einer Riesenchance ermöglichen, wüssten die jungen Teilnehmer sehr zu schätzen, sagte Celine.

Quelle: RP
 
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