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Wegberg
Was Wegberg im neuen Jahr bewegen wird

Wegberg. 2016 gilt es für Stadtrat und Verwaltung in Wegberg, das Haushaltssicherungskonzept mit seinen 23 Sparmaßnahmen mit Leben zu füllen. Es sind Entscheidungen gefragt, zum Beispiel über Grundschulstandorte und Parkgebühren. Von Michael Heckers

Gut, dass es den Winterzauber gibt. Seit dem Jahr 2010 stimmt die überaus erfolgreiche Veranstaltungsreihe inklusive der skurrilen Weltmeisterschaft im Bierkasten-Curling an und auf der Eisbahn vor dem Wegberger Rathaus die Bürger zum Jahresende versöhnlich. Nach seiner Amtsübernahme im Rathaus im Jahr 2014 verlegte Bürgermeister Michael Stock den traditionellen Neujahrsempfang von der Wegberger Mühle an die Eisbahn. "Es soll schließlich ein Fest für alle Bürger der Stadt sein und nicht nur für einen elitären Kreis der Auserwählten", sagt der Bürgermeister und lädt alle Bürger für Freitag, 8. Januar, um 19 Uhr an die Eisbahn ein. Dort wird nach einer kurzen Rede von Michael Stock die Gruppe "beets'n'berries" in lockerer Atmosphäre zum Neujahrsempfang der Stadt Wegberg aufspielen.

Nach der festlichen Stimmung zum Jahreswechsel und dem Ende des Winterzaubers nach der Abtauparty am Sonntag, 10. Januar, werden die Verantwortlichen im Rathaus zügig zu den Alltagsthemen zurückkehren müssen. Es gilt, nun das vom Stadtrat beschlossene Haushaltssicherungskonzept mit seinen 23 Sparmaßnahmen mit Leben zu füllen. "Der Prolog ist gelungen, doch der Weg bis zum Ziel ist noch weit", hatte Bürgermeister Michael Stock das auf zehn Jahre angelegte Haushaltssicherungskonzept mit der Tour de France verglichen, dem härtesten Radrennen der Welt.

Zuallererst steht im neuen Jahr die Diskussion um die Grundschulstandorte im Stadtgebiet auf dem Programm. Im Haushaltssicherungskonzept steht, dass wegen der sinkenden Schülerzahl ab dem Schuljahr 2018/19 zwei der sechs Grundschulstandorte im Stadtgebiet aufgegeben werden sollen. Wie mit dem Problem umgegangen und der noch zu fassende Stadtratsbeschluss dann umgesetzt wird, soll mit den Beteiligten in Arbeitsgruppen getrennt nach Grundschulen und weiterführende Schulen besprochen werden. Dabei wird nach Angaben der Stadtverwaltung auch zu diskutieren sein, wie zukünftig das Angebot der weiterführenden Schulen zu gestalten ist. Die Arbeitsgruppen tagen am 19.  Januar (Grundschulen) und 26. Januar (weiterführende Schulen) und bereiten die Entscheidungen für den zuständigen Fachausschuss und den Stadtrat vor.

Im neuen Jahr 2016 wird in Wegberg aber nicht nur gespart, sondern auch gefeiert. Zumindest ein bisschen. Die Leiter der weiterführenden Schulen bereiten zurzeit ein Fest anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Schulzentrums an der Maaseiker Straße vor. Das soll im April stattfinden. Außerdem gibt es in diesem Jahr ein weiteres Jubiläum: In einer kaiserlichen Urkunde vom 17. Januar 966 wurden Wegberg, Rickelrath und Watern zusammen mit Erkelenz und Oestrich erstmals erwähnt – das ist nun genau 1050 Jahr her. Doch im Gegensatz zur Nachbarstadt Erkelenz plant die Stadt Wegberg keine große Feier anlässlich dieses Jubiläums – auch aus Kostengründen, wie es aufseiten Wegbergs heißt.
 

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