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Wegberg/Mönchengladbach
Was wird aus dem JHQ?

Wegberg/Mönchengladbach: Was wird aus dem JHQ?
Favorit des Mönchengladbacher Stadtrates unter den Optionen fürs JHQ Rheindahlen: Es soll ein Mega-Freizeitpark in Disney-World-Dimension entstehen. FOTO: ULRICH ZILLMANN (Archiv)
Wegberg/Mönchengladbach. Mitarbeiter der Stadt Mönchengladbach stellten Konzepte für das Hauptareal des JHQ in Rheindahlen und das an Wegberg grenzende Gebiet des Militärhospitals vor. Zurzeit ruhen die Verkaufsverhandlungen. Von Nicole Peters

Das Mönchengladbacher Areal liegt näher am Kreis Heinsberg als so manchem vielleicht bewusst ist - hinter dem Wegberger Ortsteil Busch grenzt gar das Gebiet des Militärhospitals des ehemaligen JHQ mit Hauptareal in Rheindahlen an die Stadtgrenze, beziehungsweise liegt eine 12,6 Hektar große Fläche davon auf Wegberger Stadtgebiet. Eigentümer ist der Bund.

In einem Vortrag stellten Annette Pfennings und Torsten Stamm vom Bereich "Stadtentwicklung und Planung" der Stadt Mönchengladbach den Stand des Nutzungskonzeptes in der Wegberger Mühle vor, zudem referierte Technischer Beigeordneter Rudolf Fabry über die ehemals militärisch genutzten Flächen auf Wegberger Stadtgebiet. Maria Zohren vom Aktionskreis Wegberger Mühle (AWM) hatte die Veranstaltung organisiert, und Vereinsmitglied Hedwig Klein moderierte. Rund 50 Interessierte hatten den Weg her gefunden.

Favorit des Rates der Stadt Mönchengladbach als möglicher Käufer eines rund 60 Hektar großen Bereichs des Hauptareals in Rheindahlen ist das austro-arabische Investoren-Konsortium, das das moderne und luxuriöse Indoor-, Erlebnis- und Hotelzentrum "The Seasons" erbauen möchte. In vier Kuppelhallen sollen die vier Jahreszeiten dargestellt und erlebbar werden sowie eine Hochbahn, Vier- und Fünf-Sterne-Hotels, Fun-Park und mehr entstehen. Es handelt sich um ein Investitionsvolumen von etwa 1,4 Milliarden Euro, verdeutlichten die Mitarbeiter, bautechnisch bedeute das Projekt eine große Herausforderung. "Zurzeit ruhen alle laufenden Verkaufsverhandlungen, da der Bund diese Liegenschaften für eine mögliche Unterbringung von Flüchtlingen in der Hinterhand halten möchte", erläuterte Torsten Stamm. Ebenfalls auf dem Hauptareal ist auf einer Fläche von zehn Hektar eine Erstaufnahmeeinrichtung für voraussichtlich 2000 Flüchtlinge geplant, die im Sommer 2016 einziehen könnten. Zudem hat unter anderem die Marek Liebermann Konzertagentur weiterhin Interesse daran, ein (zunächst) kleineres Festival mit 35.000 bis 45.000 Besuchern mit neuer Konzeption dort zu etablieren.

Ein weiteres, "insgesamt sehr sinnhaftes Konzept" liege unter dem Titel "Leidigkeit" vor, das vor allem auf Renaturierung und mögliche private Nutzung durch Biogas-Anlage und Windkrafträder ziele. Fragen kamen von den Zuhörern zur Beseitigung von Altlasten, die als relativ gering eingestuft werden, oder zur geplanten Nutzung des "Wegberg Complexes". Auf dieser Fläche sei der Bau von Windkrafträdern möglich, wobei es keine konkreten Planungen gebe, hieß es.

Rudolf Fabry präsentierte bereits realisierte Neu-Nutzungen ehemaliger militärisch genutzter Flächen zum einen mit dem "Wildenrather Oval", in dem vor allem die Ansiedlung des Siemens-Prüfzentrums weiteres Gewerbe nach sich gezogen hatte. Zum anderen werde der mit 52 Hektar zweitgrößte Bereich bei Petersholz als Notunterkunft betrieben. Fabry betonte die Eignung der Wohnhäuser, die wie in Rheindahlen auch in einem guten Zustand seien.

Quelle: RP
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