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Feuer in Mehrfamilienhaus
Zwei Verletzte bei Wohnungsbrand

Wegberg: Zwei Verletzte bei Wohnungsbrand
Bei den Löscharbeiten wurde auch das Drehleiterfahrzeug der Wegberger Feuerwehr eingesetzt. FOTO: Uwe Heldens
Wegberg. Zwei Menschen wurden am Dienstagabend bei einem Wohnungsbrand auf der Beecker Straße in Wegberg leicht verletzt. Das Feuer war kurz vor 22.30 Uhr in einem der oberen Stockwerke eines Mehrfamilienhauses oberhalb der Ladengeschäfte ausgebrochen.  Von Michael Heckers

Als die ersten Feuerwehrleute am Einsatzort eintrafen, drang bereits dichter Rauch aus dem Obergeschoss des Mehrfamiliengebäudes mit der Hausnummer 56. Die Feuerwehr evakuierte das Gebäude, 16 Personen wurden nach draußen gebracht. "Glücklicherweise war das Treppenhaus rauchfrei, so dass wir die Leute schnell ins Freie bringen konnten", sagt Wegbergs Feuerwehrchef Dietmar Gisbertz. Dort wurden die Betroffenen bei strömendem Regen im Rettungsbus des Kreises Heinsberg versorgt. Vorsorglich wurden einige Personen untersucht, um zu prüfen, ob sie möglicherweise giftiges Rauchgas eingeatmet hatten. Dies war aber nach Angaben der Feuerwehr nicht der Fall.

Das Feuer in dem viergeschossigen Haus mit acht Wohnungen war von Passanten entdeckt und der Feuerwehr gemeldet worden. "Es war großes Glück, dass die Balkontür der betroffenen Wohnung bei Ausbruch des Feuers offen stand und der Rauch so zur Straßenseite hinaus entweichen konnte", sagt Feuerwehrsprecher Frank Heinen. Die beiden älteren Bewohner der Wohnung, in dem das Feuer ausbrach, wurden durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr aus dem Schlaf geweckt und gerettet. Sie erlitten einen leichten Schock.

Die Löschmaßnahmen wurden zum einen über das Drehleiterfahrzeug und zum anderen über das Treppenhaus vorgenommen. Im Einsatz waren der Löschzug 1 (Wegberg-Stadtmitte) mit fünf Fahrzeugen, die Löschgruppe Klinkum mit zwei Fahrzeugen, der Einsatzführungsdienst, die Technische Einsatzleitung mit vier Fahrzeugen, die Wehrführung sowie der Rettungsdienst mit fünf Fahrzeugen. 

Die Brandursache ist noch unklar. Das Feuer brach in einem Raum aus, der offenbar als Freizeitraum genutzt wurde und in dem technische Geräte standen. Die Kriminalpolizei hat die betroffene Wohnung noch in der Brandnacht beschlagnahmt. Von Brandstiftung wird nach ersten Erkenntnissen nicht ausgegangen. Sachverständige nehmen nun ihre Ermittlungen zur Brandursache auf und zur Frage, ob möglicherweise ein technischer Defekt das Feuer verursacht hat. Ob Brandmelder in dem Mehrfamilienhaus installiert waren, dazu machte die Feuerwehr keine Angaben.

Die beiden Bewohner der betroffenen Wohnung wurden nach Angaben der Feuerwehr noch in der Nacht bei Freunden untergebracht. Nachdem die Einsatzkräfte die anderen sieben Wohnungen gelüftet hatten, kehrten die übrigen Bewohner des Mehrfamilienhauses wieder in ihre Wohnungen zurück. 

Für die Feuerwehr war der Einsatz um 0.17 Uhr beendet.

 
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