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Wegberg
Wenn Treffpunkte Schmuddelorte werden

Wegberg: Wenn Treffpunkte Schmuddelorte werden
Glasscherben bergen Verletzungsgefahr: Wegbergs Skateanlage ist ein Treffpunkt, der jedoch oft verunreinigt ist. FOTO: Spe
Wegberg. Vandalismusschäden, wilde Müllkippen, Schmuddelecken sind Dauerbrenner bei den Bürgeranliegen. Zwei Beispiele. Von Anke Backhaus und Angelika Hahn

Die Nutzung der Skateanlage in Wegberg an der Ophover Mühle wird immer wieder zu einer nicht ungefährlichen Angelegenheit. Umherliegende Glasscherben bergen eine große Verletzungsgefahr - viele Bürger ärgert das. Auch in den sozialen Netzwerken ist eine Diskussion darüber entbrannt, ob die Skateanlage als solche überhaupt nutzbar ist. "Die Jugendlichen, die sich dort aufhalten, müssten dringend mal für Ordnung sorgen und es nur als Skateplatz sehen und nicht als Treffpunkt zum Saufen", heißt es etwa.

Der Stadt Wegberg ist das Problem bekannt, wie Fachbereichsleiter Ulrich Schulz auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigt. "Die Skateanlage wird wöchentlich von den Mitarbeitern des Baubetriebshofes gereinigt", erklärt Schulz. Er sagt unterdessen aber auch: "Würden wir die Stadt flächendeckend clean halten wollen, wäre ein sehr hoher Personalaufwand nötig." Mit anderen Worten bedeutet das: Die Stadt Wegberg müsste dazu eine Menge neuer Mitarbeiter einstellen. Und: Der Kostenaufwand würde in enorme Höhen schießen. Geld, das die Stadt Wegberg nicht zur Verfügung hat. "Das Thema betrifft ja nicht nur die Skateanlage - es gibt viele öffentliche Punkte, an denen man leider so etwas wie beispielsweise die Glasscherben sieht."

Ortswechsel nach Wassenberg: Der Wendehammer am Ende der abgebundenen Lambertusstraße in Birgelen werde immer mehr zur wilden Sperr- und Grünmüllkippe. "Warum wird die Straße nicht ab den letzten beiden Gehöften für den Pkw-Verkehr gesperrt?", fragt etwa ein Leser in einem RP-online-Kommentar. Als wir selbst vor Ort waren, sahen wir zwar keinen Sperrmüll, wohl aber abgekippten Grünschnitt, Plastikbecher, Scherben und Fastfood-Verpackungsmüll in der Grünanlage und mitten auf der Straße.

Die Stadt habe den Bereich seit längerem im Blick, sagt Bürgermeister Manfred Winkens. Der Wendehammer sei offenbar zu einem Treffpunkt für jüngere Leute geworden, darunter auch solche mit Alkohol- und Drogenproblemen. Manche, die früher am Busbahnhof herumlungerten, seien offenbar auf den abgelegeneren Ort ausgewichen. Städtisches Ordnungsamt und Polizei seien dort schon mehrfach aktiv geworden, es gebe häufige Kontrollen. Kürzlich seien 14 Leute aufgegriffen worden. Eine ständige Aufsicht könne aber niemand leisten. "Derzeit überlegen wir verwaltungsintern, ob die Freischneidung des Bereichs eine Lösung sein könnte, so dass die Grünanlage keinen Sichtschutz mehr gewährt." Den Wendehammer für Pkw durch Poller zu sperren, die Großfahrzeuge (Landwirtschaft) überfahren können, sei problematisch, weil auch Schulbusse dort wenden müssten, die die sogenannten Birgdener Schwellen nicht passieren könnten, sagt Winkens. Trotzdem werde die Stadt noch einmal mit dem Straßenverkehrsamt beim Kreis zu diesem Problem Kontakt aufnehmen.

Quelle: RP
 
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