| 00.00 Uhr

Wegberg
Wie aus vier Freunden fünf wurden

Wegberg: Wie aus vier Freunden fünf wurden
Die Künstlerin Birgit Menzel liest aus dem Buch vor, das in der einjährigen Projektarbeit entstanden ist. Schulleiterin Sonja Krahl (links) zeigt dazu die Bilder, die sich auch im Buch wiederfinden. FOTO: Jürgen Laaser
Wegberg. Kinder der dritten Klassen der Beecker Grundschule gestalteten das bunt bebilderte Buch "4 Freunde und die einsame Insel". Künstlerin Birgit Menzel unterstützte sie bei Ideenfindung und Entwicklung von Figuren und Geschichte. Von Nicole Peters

Die erfundenen Hauptfiguren, die die Kinder auswählten, sind alle jungen Alters, auch wenn es ihnen nicht auf Anhieb anzusehen ist. Die sportliche Monsterkrake Kricki zählt zehn Lenze, die wellnessbegeisterte Prinzessin Nelly 14, und dem faulen und hungrigen Pinguin Pingi haben die Drittklässler keine konkrete Zahl zugeordnet.

Auf erstaunlich viele Jahre kommt Alien Marsjon, nämlich 135 - das ist für einen Marsianer allerdings relativ jung. Die Kinder der Klasse 3a hatten jedes eine Figur im Projekt "Kultur und Schule" entworfen, aus denen sie gemeinschaftlich vier auswählten. Zusammenarbeit und viel Kreativität standen überhaupt an erster Stelle beim Erstellen des bunt bebilderten Buches "4 Freunde und die einsame Insel", das die 3b im zweiten Halbjahr fertigstellte. Freischaffende Künstlerin und Kunstdozentin Birgit Menzel unterstützte sie bei Ideenfindung, Entwicklung der Personen und der Geschichte. Am Mittwochmorgen sollten die fertigen Bücher im Schulkreis vorgestellt und an kreative Künstler und Ehrengäste ausgeteilt werden. Bürgermeister Michael Stock und Fachbereichsleiter Gerd Pint als Vertreter des Schulträgers waren ebenso gekommen wie einige Eltern. "Die Drittklässler haben ein ganz tolles Buch erstellt", kündigte Schulleiterin Sonja Krahl an. Während Birgit Menzels Vortrag der schönen Geschichte blätterte Krahl die zugehörigen großformatigen Collagen um - diese Collagen bebildern in kleinerem Format das Buch. Skizzen mit Bunt- und Filzstiften sowie Wasserfarben hatten die Kinder am Anfang angefertigt. Später malten sie mit Aquarellstiften auf Aquarellpapier, ließen das Gemälde trocknen, schnitten die Bestandteile aus und klebten sie als Collagen auf Pappen. So hat der Betrachter viel zu schauen, während er von der Ankunft der vier Freunde auf einer Insel, ihren jeweiligen Träumen vom großen Buffet oder einer Angelmaschine liest und sie dabei begleitet, wenn sie plötzlich gefangen genommen und in ein Indianerdorf gebracht werden. Dabei treffen sie übrigens einen weiteren Freund, den Jake und sind somit jetzt zu fünft - eine Idee, die die Klasse 3b, die im zweiten Halbjahr das Projekt fortsetzte, einbrachte. So stimmen sie schließlich mit fünf Stimmen Wolfsgeheul an, worauf die Indianer ihre Waffen fallenlassen und verschwinden. Den letzten Satz "... und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute" sagten alle Grundschüler aus dem Effeff gemeinsam. "Zu Beginn hatten wir geschaut, wie Wimmel- oder Bilderbücher entstehen", sagte Menzel rückblickend, "die Klasse 3a hatte mit zwölf Bildern bildlastig gearbeitet, wobei die 3b mehr Text einbrachte." Das führt sie auf das veränderte Leseverhalten im Laufe des dritten Schuljahrs zurück. Einmal in der Woche fand das Projekt zusätzlich zum Unterricht statt.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Wegberg: Wie aus vier Freunden fünf wurden


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.