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Wegberg
Wimmers führt den Heimatverein

Wegberg: Wimmers führt den Heimatverein
Im Flachsmuseum erklärt Georg Wimmers Schülern anschaulich an den früher alltäglichen Gerätschaften, wie Flachs verarbeitet wird. Wimmers wurde jetzt einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Wissen vermitteln bleibt wichtige Aufgabe des Vereins. So können Schulen unter Anleitung den Leinsamen im eigenen Gelände ausbringen. FOTO: RESCH-RÜFFER (ARCHIV)
Wegberg. Die Besucherzahlen in den beiden Beecker Museen sind erfreulich hoch. Sonderpreis des Landes NRW für den Heimatverein.

Beim Heimatverein Wegberg-Beeck gibt es einen Wechsel im Vorstand: Georg Wimmers, seit einigen Jahren schon im Vorstand des Heimatvereins, wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der bisherige Vorsitzende Josef Jansen ist aus zeitlichen und beruflichen Gründen nicht in der Lage, dieses Amt verantwortlich weiterzuführen, bleibt aber weiterhin im Vorstand als Beisitzer. Sein Stellvertreter Heribert Pranschke stellte sein Amt zur Verfügung, für ihn wurde Dieter Göris gewählt, der damit auch gleichzeitig Geschäftsführer ist.

Während der Mitgliederversammlung des Heimatvereins Beeck hatten die zahlreich erschienenen Mitglieder eine umfangreiche Tagesordnung zu bearbeiten. Im Rückblick auf das vergangene Jahr stellte der scheidende Vorsitzende Josef Jansen noch einmal einige Highlights vor. Alle Aktivitäten rund um den Flachsanbau von der Aussaat bis zur Ernte wurden interessiert von vielen Besuchern begleitet. Die Besucherzahlen in beiden Museen waren erfreulich hoch, sowohl an den sonntäglichen Öffnungszeiten der Museen als auch für zahlreiche Gruppen, die sich für Führungen und Bewirtungen angemeldet hatten.

Das besondere Bemühen um die Weitergabe des traditionellen Handwerks an die Schulen mit der Möglichkeit für die Kinder, ein Flachsdiplom zu erwerben, wurde im vergangenen Jahr mit einem Sonderpreis des Landes NRW gewürdigt. Im Volkstrachtenmuseum lockte vor allem die Sonderausstellung mit dem Titel "Himmelwärts" viele neue Gäste. Vor Jahresfrist sahen sie hier "Textile Kirchenschätze im Verborgenen".

Diesem positiven Tätigkeitsbericht konnte sich auch der Kassierer des Vereins mit erfreulichen Zahlen anschließen. Auch wenn es seit einigen Jahren keine Zuschüsse mehr von Stadt und Kreis gibt, schaffte es der Heimatverein durch seine Aktivitäten und eine Zuwendung aus der Stiftung der Beecker Museen, die Kosten des laufenden Betriebes zu stemmen und notwendige Arbeiten an den Gebäuden zu finanzieren.

An einigen Terminen des Jahres werden die Mitarbeiter des Heimatvereins wieder unterwegs sein, um auf Handwerkermärkten oder Sonderveranstaltungen in anderen Orten die historische Flachsverarbeitung zu demonstrieren. Die Zusammenarbeit mit einigen im hiesigen Raum verbliebenen Firmen der Textil- und Textilmaschinenindustrie wird indes weiter ausgebaut, um mehr über die derzeitig wieder zunehmende Nutzung der Flachsfasern im technischen Textil zu erfahren.

Mehrere Schulen im Kreisgebiet Heinsberg nutzen in den kommenden Wochen das besondere Angebot, unter Anleitung den Leinsamen im eigenen Schulgelände zu säen, das Wachstum zu verfolgen, um dann hoffentlich im Sommer gut gewachsenen Flachs raufen zu können.

Quelle: RP
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