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Wegberg
Wolters (SPD): "Einige wollen das Projekt nicht verstehen"

Wegberg. Weil die Stadtverwaltung die Bewerbungsfrist (19. Februar) einhalten musste, hatte sie sich bereits am 16. Februar grünes Licht im Hauptausschuss geholt. Jetzt stimmte auch der Stadtrat mehrheitlich dafür, Zuschüsse im Rahmen des Sonderprogramms des Landes NRW "Hilfe im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen" zu beantragen. Auf Antrag der AfW wurde namentlich abgestimmt. "Wir wollen wissen, wer Wegberg so etwas aufbürden möchte", sagte Nicole von den Driesch zur Begründung.

Mit Unterstützung des Landes (70 Prozent) soll der Spielplatz im Stadtzentrum aufgewertet werden. Dabei spielt auch das Thema Integration eine Rolle. Neue Argumente waren während der Diskussion im Stadtrat nicht zu hören. Während CDU und SPD (25 Ja-Stimmen, eine Enthaltung) das Vorhaben als "richtig und wichtig" bezeichnen, sind FDP, Grüne, AfW und Freie Wähler (insgesamt elf Stimmen) dagegen. Die Gegner stören sich vor allem an den Kosten: Von den kalkulierten 352.000 Euro müsste die Stadt, die sich im Haushaltssicherungskonzept befindet, 100.000 Euro selbst übernehmen. Diesem Argument hielt Ralf Wolters (SPD) entgegen, dass ein Haushaltssicherungskonzept nicht Stillstand bedeute, sondern Stadtentwicklung mit Augenmaß erfordere. "Aber offensichtlich wollen einige das Projekt gar nicht verstehen", sagte er.

Bürgermeister Michael Stock wies nach der Ratssitzung darauf hin, dass die Entscheidung der Jury noch im März bekanntgegeben werden soll. Obwohl es für das Sonderprogramm deutlich zu viele Bewerber gebe, rechnet sich Stock gute Chancen für das Projekt "Wegberg schafft spielend Begegnung" aus.

(hec)
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