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Wegberg
Zu viel Verkehr auf dem Rebhuhnweg

Wegberg. Trotz Verlagerung der Grünannahmestelle bleibt das Fahrzeugaufkommen auf dem Feldweg unverändert hoch. Die Stadtverwaltung sucht nach einer Lösung.

Das Verkehrsaufkommen auf dem Rebhuhnweg ist deutlich höher, als es für einen Wirtschaftsweg üblich ist. Das ist das Ergebnis von zwei Verkehrsmessungen im Herbst 2015 und Frühjahr 2016. Nach Angaben der Stadtverwaltung ist das zu hohe Verkehrsaufkommen darin begründet, dass viele Verkehrsteilnehmer den Grünanlieferbetrieb der Firma Feger am Rebhuhnweg ansteuern. "Wir sind zurzeit in einer juristischen Prüfung und suchen nach einer Lösung", sagte Erste Beigeordnete Christine Karneth während der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Planung im Rathaus.

Die Verkehrzählungen wurden vorgenommen, nachdem sich mehrere Anwohner über das hohe Verkehrsaufkommen auf dem schmalen Feldweg beschwert hatten. Die CDU stellte daraufhin einen entsprechenden Antrag. Zu massiven Verkehrsstörungen und Behinderungen war es nach Angaben der Anwohner vor allem während der Grünanlieferung bei der Firma Feger gekommen.

Die erste verdeckte Verkehrszählung im Oktober 2015 ergab, dass vor allem zu viele Lkw den Rebhuhnweg befuhren. Die im Messzeitraum insgesamt 1345 registrierten Fahrzeuge fuhren eine Durchschnittgeschwindigkeit von 37 Stundenkilometer.

Zum Jahreswechsel wurde die städtische Grünannahmestelle vom Rebhuhnweg zur Firma Matthias Heyer Straßenbaustoffe GmbH nach Rath-Anhoven verlegt. Die Stadt verband damit die Hoffnung, dass weniger Autos und Lkws den Rebhuhnweg nutzen. Doch eine zweite verdeckte Verkehrszählung im Juni 2016 verdeutlichte, dass das Gesamtfahrzeugaufkommen nahezu unverändert ist: Während der Messung im Jahr 2015 wurden insgesamt 1345 Fahrzeuge erfasst, bei der Messung im Jahr 2016 waren es 1371 Fahrzeuge. Die Stadt stellte bei der Zählung fest, dass sich nach der Verlagerung der Grünannahmestelle zur Firma Heyer nach Rath-Anhoven das Verkehrsaufkommen der Pkw auf dem Rebhuhnweg von 471 auf 974 mehr als verdoppelt hat, während sich das Verkehrsaufkommen der Lkw mit 369 (2015: 868) um mehr als die Hälfte reduziert hat. Insgesamt kommt die Stadtverwaltung nach Angaben von Christine Karneth zu dem Schluss, dass das Verkehrsaufkommen auf dem Rebhuhnweg für einen Wirtschaftsweg zu hoch ist. Deshalb sollen die Ergebnisse der Verkehrszählung nun ausgewertet und beurteilt werden, um dann geeignete Maßnahmen ergreifen zu können, die das Verkehrsaufkommen auf dem Rebhuhnweg verringern.

(hec)
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