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Wermelskirchen
09-Initiative will den Traditionsverein wieder aufleben lassen

Wermelskirchen: 09-Initiative will den Traditionsverein wieder aufleben lassen
Der SV 09/35 Wermelskirchen soll wieder das Aushängeschild des Fußballs in der Stadt werden. FOTO: Moll/Radermacher
Wermelskirchen. Eine neue Initiative mit altgedienten "Nullneunern" möchte den Sportverein 09/35 wieder in eine sportlich und auch wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft führen. Dazu hat sie ein Konzept erarbeitet, das nun in die Öffentlichkeit getragen wird. Die Initiative möchte den jetzigen Vorstand unterstützen - oder selbst das Ruder übernehmen. Von Sebastian Radermacher

Sportlicher Erfolg, eine gute Jugendarbeit als Basis und ein Verein, mit dem sich wieder deutlich mehr Wermelskirchener identifizieren - dieses Ziel haben sich Michael Ickenstein, Peter Nattermann, Hans-Udo Höltken, Holger Bernhard und Michael Stach für die Zukunft des SV 09/35 Wermelskirchen gesetzt. Gemeinsam haben die altgedienten "Nullneuner" eine Initiative gegründet, die den Verein wieder in eine sportliche und auch wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft führen möchte. "Der Verein muss wieder zu einem Fußball-Aushängeschild werden - so wie früher", findet Ickenstein.

Die Initiative hat ein zwölfseitiges Konzept ausgearbeitet, wie der Weg in eine erfolgreiche Zukunft aussehen soll. Diese Pläne und Ideen hat sie bereits dem 09/35-Vorstand ("Die Ehrenamtler leisten wirklich gute Arbeit") vorgestellt. In Zukunft möchte die Initiative den Vorstand tatkräftig unterstützen, um die im Konzept genannten Ziele in die Tat umzusetzen. Bislang werde eine solche Zusammenarbeit vonseiten des Vorstands allerdings nicht gewünscht, bedauert Ickenstein.

Bei der Mitgliederversammlung des Vereins in der kommenden Woche (siehe Info) möchte die Initiative sich und ihr Anliegen den Mitgliedern kurz vorstellen. "Wir werden uns definitiv an diesem Abend nicht in den Vorstand wählen lassen", kündigt Nattermann an. Ziel sei es nun, das Konzept in die Öffentlichkeit zu tragen, um herauszufinden, ob ein solcher Umbruch im SV 09/35 von den aktuellen und ehemaligen Mitgliedern sowie sonstigen fußballbegeisterten Wermelskirchenern überhaupt gewünscht sei. Sollte dies der Fall und der Vorstand weiterhin nicht an einer Zusammenarbeit interessiert sein, werde man eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen und sich zur Wahl stellen. Lieber wäre der Initiative aber, wenn alle gemeinsam an einem Strang zögen. Höltken: "Wir möchten die engagierten Ehrenamtler gerne mitnehmen." Die entscheidende Frage sei, ob der Vorstand künftig mit der Initiative zusammenarbeiten möchte.

Ihr Konzept hat die Initiative in mehrere Säulen aufgeteilt. Es gibt verschiedene Themen, denen sie sich in Zukunft widmen möchte.

Namensänderung Die Initiative möchte die Umbenennung des Vereins in den SpV 09 Wermelskirchen beantragen. Diesen Wunsch hätten potenzelle Geldgeber geäußert. Es soll ein erster Schritt sein, um eine Aufbruchstimmung ("Zurück zu den Wurzeln") zu erzeugen.

Mitgliederzuwachs Der Verein hat in den vergangenen drei Jahren mehr als 400 Mitglieder verloren. Über persönliche Kontakte, Hausbesuche oder auch Präsenz in Kitas und Schulen soll dieser Trend gestoppt und umgekehrt werden. Jugendarbeit "Ohne Junioren keine Senioren" - so beschreibt es Peter Nattermann. Bedeutet: Eine gute Jugendarbeit als Basis ist das A und O für eine erfolgreiche Zukunft. Ein Beispiel: "Wir würden uns verpflichten, 15 Prozent der Sponsoreneinnahmen in die Jugendabteilung zu stecken", sagt Ickenstein.

Öffentlichkeitsarbeit "Der Verein soll wieder besser in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden", sagt Höltken. Die Menschen sollten wieder stolz auf "09" sein und sich mit dem Verein identifizieren.

Marketing Ziel sei die Gründung einer externen Marketingabteilung als Wirtschaftsbetrieb, die Sponsoren generiert und das Geld dem Verein nach einem Verteilerschlüssel zur Verfügung stellt - ohne Haftung des Vereins. Grundsätzlich seien Kooperationen mit geldgebenden Wirtschaftsbetrieben anzustreben.

Sportlicher Erfolg Der SpV 09 sollte mit der Basis der Jugendarbeit die höchste Amateurliga in Deutschland als Zielsetzung haben. Die Jugendteams sollen sich in den Niederrheinligen etablieren, die erste Seniorenmannschaft ("Semi-Profi") soll langfristig gesehen bis in die Oberliga aufsteigen. Auch eine zweite und dritte Mannschaft sollen am Spielbetrieb teilnehmen.

Quelle: RP
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