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Wermelskirchen
108 geduldete Flüchtlinge leben in Wermelskirchen

Wermelskirchen. Wer integriert ist, hat die Chance, länger in Deutschland zu leben. Geduldete Flüchtlinge dürfen auch arbeiten. Von Udo Teifel

Die Zahl der geduldeten Flüchtlinge ist seit Anfang des Jahres auch in Wermelskirchen deutlich angestiegen. 108 Männer und Frauen waren es zum Stichtag 31. März 2016 in Wermelskirchen. Kreisweit nennt das Ausländeramt des Rheinisch-Bergischen Kreises 632 Personen. Menschen, die einen Antrag auf Asyl in Deutschland gestellt haben und im Verfahren abgelehnt wurden, müssen ausreisen. Ebenso Flüchtlinge, die aus einem sicheren Drittland kommen. Es gibt aber laut Kreisverwaltung immer wieder Hindernisse, die eine Abschiebung hinauszögern - zum Beispiel wenn der Pass fehle oder gesundheitliche Gründe eine Abschiebung ins Heimatland nicht möglich machten, so Kreissprecher Alexander Schiele.

2013 gab es kreisweit 312 Menschen, die geduldet waren. Ein Jahr später stieg diese Zahl auf 403. In Wermelskirchen lebten 2014 schon 71 geduldete Personen, 2015 stieg diese Zahl auf 82. Kreisweit waren es im vergangenen Jahr 570. Eine Statistik, wie lange durchschnittlich die Menschen in einem Duldungsstatus im Kreisgebiet leben, gibt es laut Schiele nicht. "Das hängt aber auch von der Integration dieser Menschen ab." Wer gut integriert sei, könne möglicherweise länger bleiben, müsse dabei aber auch selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen.

Geduldete Flüchtlinge werden grundsätzlich finanziell unterstützt nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. "Sie dürfen arbeiten", sagt der Kreissprecher, "außer sie haben ein Beschäftigungsverbot." Das gelte für Personen aus sicheren Herkunftsländern wie zum Beispiel den Balkanstaaten oder für Menschen, nicht nicht bereit seien, ihre Unterlagen vorzulegen. Die Kinder dieser geduldeten Flüchtlinge unterliegen der Schulpflicht und müssen damit die Schulen besuchen.

Quelle: RP
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