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Wermelskirchen
12.000 Euro vom Vogelsang-Förderverein

Wermelskirchen. Nicht ganz 12.000 Euro gab der Freundeskreis Haus Vogelsang im vergangenen Jahr aus. "Geld, dass die Lebensqualität der Bewohner erhöht", wie der Vorsitzende des Vereins, Klaus-Dieter Rath, auf der Mitgliederversammlung noch einmal betonte: "Wir unterstützen zusätzliche Aktivitäten und Maßnahmen, die über das Budget des Hauses hinausgehen." So flossen und fließen Zuschüsse in die einzelnen Wohnbereiche (2017: 2300 Euro), werden zur Jahreszeit passende Dekorationen angeschafft (2017: 1226 Euro) oder auch Auftritte von Kleinkünstlern finanziert (2017: 300 Euro).

Gerade die "Zirkus"-Veranstaltung hätte im vergangenen Jahr großen Anklang gefunden, erinnerte sich Rath. Deshalb blickte der Freundeskreis-Vorsitzende aus: "Auftritte von Clowns oder Artisten oder ähnlichen, die den Alltag der Menschen im Seniorenheim auflockern, wollen wir gerne fördern." Ebenso seien Zuschüsse für Feste oder Ausflüge ein wichtiger Bestandteil der Freundeskreis-Finanzierungen - in 2017 schlugen dieser Posten mit 2700 Euro zu Buche. "Denkbar sind doch beispielsweise Besuche von Theater- oder Filmvorstellungen im Wermelskirchener Kino", meinte Klaus-Dieter Rath vor den 16 Anwesenden der Versammlung.

Für das laufende Jahr bereits genehmigt hat der Freundeskreis-Vorstand einen Betrag von rund 900 Euro für die Anschaffung eines großen Monitors, der im Eingangsbereich des Hauses Vogelsang installiert werden und dort über Termine informieren oder auch als Wegweiser dienen soll.

Über Spenden und Beiträge der insgesamt 109 Mitglieder erzielt der Freundeskreis seine Einnahmen. Die Mitgliedsbeiträge summierten sich im vergangenen Jahr auf 3378 Euro, die Gesamteinnahmen beliefen sich auf knapp 10.850 Euro. Den kleinen Fehlbetrag zwischen Einnahmen und Ausgaben könne der Verein durch die vorhandenen Rücklagen ohne Sorgen decken, bilanzierte Kassiererin Annegret Biank.

Haus Vogelsang-Einrichtungsleiterin Heidi Popko ging auf die aktuelle Situation des Seniorenheims ein: "Die Zeiten haben sich gewandelt. Die Menschen kommen heutzutage kränker und gebrechlicher zu uns, wodurch sich die Arbeit der Pflegekräfte verändert hat." Die durchschnittliche Verweildauer der Bewohner im Seniorenheim hätte früher einmal zehn Jahre betragen, im Moment belaufe sie sich auf nur noch etwas mehr als vier Jahre (4,3).

Für den Neubau des sogenannten "kleinen Hauses" am Haus Vogelsang warte die Leitung auf die Genehmigungen, die ersten Aufnahmen von Bewohnern solle schon nach Ostern beginnen. Im Neubau gibt es Platz für 39 Bewohner, noch sind nicht alle Plätze vergeben.

"Wir werden Personal aufstocken", kündigte Heidi Popko in der Versammlung an. Im Neubau wird der Freundeskreis aktiv werden: "Für die Balkone sorgen wir für den Kauf von Möbeln, die auch einmal einen Regenschauer aushalten", versprach Klaus-Dieter Rath.

(sng)
 
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