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Wermelskirchen
42 Judokinder absolvieren ihre Prüfungen

Wermelskirchen: 42 Judokinder absolvieren ihre Prüfungen
Laura Lenz vom Wermelskirchener Judoclub bei einer Wurfübung mit Maja Halfmann aus Burscheid - im Hintergrund die Vereinskameraden. FOTO: peter meuter
Wermelskirchen. Jedes Jahr nutzt der Judo-Club die Herbstferien für Prüfungslehrgänge. 42 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 15 Jahren kämpfen um ihre Graduierung. Es gibt im Judosport acht Ausbildungsgrade, die mit Gürtelfarben dargestellt werden. "Bei den Kindern beginnt es mit dem weißen Gürtel, über gelb, orange, grün, blau bis braun", erklärt Trainer und Betreuer Sven Dicke. Für jede Stufe gibt es ein komplexes Übungsheft mit Fall-, Wurf- und Bodentechniken. "Je nach Können, Einsatz, Begabung und Übungseinsatz kann die Vorbereitungszeit bis zu einem halben Jahr dauern", sagt Trainerin Katrin Seide. "Jetzt in den Ferien sind wir natürlich ganz aktiv dabei". Von Walter Schubert

Zum ersten Mal finden die Prüfungen in eigenen Räumen statt. An der Thomas-Mann-Straße 27, im Gebäude der ehemaligen Videothek, hat der Judo-Club sein neues Zuhause gefunden. Mit viel Eigenleistung, Spenden, Eigenmitteln und Unterstützung durch die Bürgerstiftung der Sparkasse werden tolle Räume entstehen. Die Sozialräume mit Umkleide- und Duschbereich sind noch in Arbeit. Außerdem gibt es eine Kooperation mit der Physio-Praxis Admiral, die einen Raum für ihre Therapie-Behandlungen nutzen wird. "Endlich etwas Eigenes", schwärmt Dicke, "sieben Jahre haben wir gesucht". Mit einem langen Mietvertrag und einer Verlängerungsoption kann der Verein nun planen.

Als einer der wenigen Vereine gibt es keine Nachwuchssorgen. "Man muss positiv verrückt sein", lacht Dicke und meint damit den hohen Einsatz der Betreuer und Trainer. Auch Katrin Seide bestätigt den hohen Umfang der ehrenamtlichen Tätigkeit. "Für Training, Wettbewerb oder Freizeiten nehmen wir Urlaub oder nutzen die Überstunden, die wir abfeiern", sagt sie.

Der Erfolg gibt ihnen recht. Mehr als 20 Trainingsgruppen werden die Räume pro Woche nutzen. Die Verbindung von Sport und Sozialverhalten ist den Judo-Trainern ganz wichtig. "Das beginnt mit der Begrüßung. Aber der sportliche Kampf hat auch mit Respekt und Freundschaft zu tun", sagt Dicke. "Der sorgfältige Umgang miteinander ist wichtig und wird vermittelt".

Eine Unterstützung durch die Stadt gibt es nicht. "Wenn ich die Finanzierungen für die Sportplätze verfolge und an das geplante Hallenbad denke, fühlen wir uns schon ein wenig benachteiligt", sagt Dicke. Über ein bisschen Anerkennung und Unterstützung würde sich der Judo-Club freuen. "Ein kleiner Zuschuss für unsere Miete wäre eine Möglichkeit und sicher auch angebracht", sagt er und plant, ein Gespräch mit dem Bürgermeister zu suchen.

Für ihren besonderen sozialen Einsatz und Identifikation mit dem Verein erhielt Laura Lenz ihren neuen braunen Gürtel aus den Händen von Cheftrainerin Katrin Seide. Diese besondere Ehre wurde ihr zuteil, da sie neben ihrer eigenen Prüfung insgesamt drei Mal als Partnerin fungierte.

Quelle: RP
 
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