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Wermelskirchen
50 Jahre für die Pommern im Einsatz

Wermelskirchen. Jürgen Weiher ist ein halbes Jahrhundert Vorsitzender der Pommerschen Landsmannschaft. Der Bundesverband ehrt ihn mit einer Ehrenurkunde. Von Walter Schubert

Seit 1966 ist Jürgen Weiher Vorsitzender der Pommerschen Landsmannschaft Wermelskirchen. "Damit dürfte er eine absolute Alleinstellung in Wermelskirchen, im Kreis und wahrscheinlich auch darüber hinaus einnehmen", sagte Bürgermeister Rainer Bleek in seinem Grußwort. "Ich habe ihn kennengelernt, als er, teilweise mit Bürgermeister Heinz Voetmann, zu uns nach Pohlhausen kam, um meiner Großmutter zum Geburtstag zu gratulieren. Er war immer um Ausgleich bemüht, und die Erinnerung an die Heimat Pommern sollte nicht verloren gehen." Bleek überreichte als symbolisches Geschenk einen Schirm der Stadt Wermelskirchen. "Weiher ist der Schirmherr des Vereins. Die Stadt Wermelskirchen unterstützt die Landsmannschaft und bietet Schutz", erklärte Bleek.

Auch der Bundesvorsitzende der Pommerschen Landsmannschaft, Adalbert Raasch, war zu diesem besonderen Jubiläum gekommen. "Den wahren Wert der Heimat erkennt man erst dann, wenn man sie verloren hat", sagte Raasch. Er nahm Bezug zur aktuellen Flüchtlingssituation und sah keinen direkten Bezug. "Die deutschen Vertriebenen brachten ja die gleiche Sprache, Kultur, Religion und Wertvorstellungen mit. Das sieht heute anders aus." Trotzdem rief er dazu auf, die Flüchtlinge aufzunehmen, die vor dem Krieg geflohen sind. "Jürgen Weiher hat das Amt des Vorsitzenden 50 Jahre lang stets ohne großes Aufheben erledigt. Bereits vor seiner Wahl zum Vorsitzenden am 16. Januar 1966 war er in der Kulturarbeit aktiv." Für die großen Verdienste überreichte er eine Ehrenurkunde.

Weiher ging nach der Ehrung zur Tagesordnung über und führte durch die gut besuchte Jahreshauptversammlung. Ohne Überraschungen war der Geschäftsbericht von Schriftführerin Susanne Vanselow: Es gab keine Austritte in 2015, die Mitgliederzahl hatte sich auch nicht geändert. 60 Mitglieder hat die Landsmannschaft, wobei dahinter teilweise eine ganze Familie steht. "Pro Familie gibt es nur ein Mitglied", erklärte Weiher. Der Kassenbericht von Wolfgang Krall endete in 2015 mit einem leichten Minus.

In den Ergänzungswahlen wurde Regina Kleiner-Schwarz zur stellvertretenden Kulturreferentin gewählt. Als stellvertretenden Kassierer nimmt Ernst Walter Raschke die Vereinsgeschäfte wahr.

Für 2016 stehen folgende Veranstaltungstermine fest: 3. September: Tag der Heimat, 4. September: Kranzniederlegung am Mahnmal in der Dhünner Straße, 8. Oktober: Erntedankfest, 11. Dezember: Weihnachtsfeier.

Quelle: RP
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