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Wermelskirchen
500 Kinder üben beim Judo-Tag

Wermelskirchen. Trainer des Judoclubs und Sporthelfer des Gymnasiums geben den Schülern eine interessante Einführung in die Sportart. Von Sebastian Radermacher

Klaus Junge geriet bei diesem Anblick sofort ins Schwärmen: "Was für ein unglaubliches Bild", sagte der Vorsitzende des Stadtsportverbands, als er die mehr als 500 Kinder auf den Judo-Matten in der Gymnasiumhalle sah. Die Jungen und Mädchen beteiligten sich am zweiten "Tag des Judo", der vom Judoclub Wermelskirchen (JCW) und dem Stadtsportverband organisiert worden war.

Das Gymnasium unterstützte den Tag mit 15 Sporthelfern, die von Lehrerin Tina Fels betreut wurden. Der JCW war mit dem Vorsitzenden Sven Dicke und Janine und Dirk Kopperberg sowie Jens Christian Harms im Einsatz - Dickes Sportkollegen hatten sich extra für den Judo-Tag Urlaub genommen. Die meisten Teilnehmer stellte die Dhünntal-Schule mit 135 Kindern.

Wie immer im Judo ging es für die Kinder mit der traditionellen Begrüßung im Sitzen los. Nach einer kurzen Konzentrationsphase herrschte in der Halle absolute Stille, als sich die Kinder verbeugten. "Mit dieser Verbeugung, die wir auch im Wettkampf zeigen, wollen wir dem Partner Respekt zeigen. Wir unterwerfen uns damit symbolisch den Judowerten", erläuterte Dicke den Kindern diese Tradition.

Dann standen die ersten Fallübungen auf dem Trainingsplan. Die Trainer machten sie vor, die eifrigen Kinder stellten sie nach. Die Kinder übten dann auch gleich den ersten Judotrick. Die Frage lautete: Wie kann ich einen Partner in der Bank umdrehen und ihn dann festhalten? Der Trick dabei war: Stützen klauen. Die Sporthelfer des Gymnasiums zeigten auf einer erhöhten Mattenfläche den Kindern die einzelnen Schritte.

In einer Pause gerieten die Kinder ins Staunen, denn die Trainer demonstrierten verschiedene Judotechniken: Würfe, Konter, Haltegriffe, Hebel und Würger. Für diese Demonstration erhielten sie nicht nur viel Applaus - einige Kinder waren besorgt, dass sich dabei jemand verletzt hatte. Ein lächelnder Sven Dicke zeigte aber sofort an, dass alles in Ordnung war.

Bei einem kleinen Sumo-Turnier mussten die Kinder im Anschluss versuchen, sich gegenseitig aus dem Mattenviereck zu schieben um dadurch Punkte zu sammeln. "Die Kinder sollen hierbei lernen, dass der Partner auch das Trainingsgerät ist", sagte Dirk Kopperberg. Denn ohne Partner können Judoka nicht trainieren und sich auch nicht verbessern. "Ich muss also hilfsbereit sein und respektvoll mit dem Partner umgehen", erklärte er.

Zum Abschluss der knapp vierstündigen Trainingseinheit wurden die Kinder mit Medaillen und Urkunden für ihre mutige Teilnahme geehrt. Mit strahlenden Augen verließen die mehr als 500 Jungen und Mädchen schließlich die Sporthalle.

"Ich danke allen Helfern. Es war eine riesige Gemeinschaftsaktion von allen Grundschulen, dem Gymnasium, der Stadt, des Stadtsportverbands und des Judoclubs", lobte Dicke und fügte an: "Ich hoffe, dass wir einige Judowerte und die Philosophie des Judosports vermitteln konnten. Und natürlich helfen wir allen Schulen, wenn mal unser ,Know-how' für den Unterricht beim Sportfach ,Ringen und Raufen' gefragt ist."

Quelle: RP
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