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Wermelskirchen
86 Realschüler machen ihren Abschluss

Wermelskirchen: 86 Realschüler machen ihren Abschluss
Abschlussschülerin Eileen Jäger zog ein positives Fazit ihrer Schulzeit: "Rückblickend war es eine schöne Zeit." FOTO: Moll
Wermelskirchen. Großer Tag gestern für die Zehntklässler von der Rot-Kreuz-Straße: Mit der Ausgabe ihrer Abschlusszeugnisse hatten sie ihren letzten Tag an der Realschule. Von Walter Schubert

Es war ein besonderer Tag für die jungen Leute, die nun ihren Realschulabschluss in der Tasche haben. Gut zu erkennen an den festlichen Kleidern und den weißen Hemden mit Krawatte. Als roten Faden hatte Schulleiterin Birgit Sköries den "roten Teppich" für ihre Rede ausgesucht. "Der rote Teppich wird für Menschen ausgerollt, die etwas geschafft haben. Für Politiker oder Stars. Der rote Teppich gilt als Verehrung", sagte sie.

"Ihr dürft stolz sein auf Eure Leistungen, und deshalb ist der rote Teppich heute für Euch. Ihr durftet lernen, habt Freundschaften geschlossen und gelernt, Kompromisse einzugehen."

Fast fliegende Tücher gab es bei der Tanzvorführung "Metamorphose". Die Bedeutung von Verwandlung, Umwandlung oder Anpassung wird im weiteren Leben sicher eine Rolle spielen. Das musikalische Zwischenspiel präsentierte Leander Reichling am Flügel. Einen Auszug aus der Komposition "Bilder einer Ausstellung" von Modest Mussorgski spielte er ohne Noten. Toll gemacht.

Abschlussschülerin Eileen Jaeger zog ein positives Fazit aus der Schulzeit. "Am Anfang hieß es: ,Jetzt beginnt der Ernst des Lebens'. Das klang zunächst bedrohlich. Rückblickend war es aber eine schöne Zeit", sagte sie. Konrektor Jürgen Kamm hatte seinen letzten Auftritt. Nach 39 Jahren als Lehrer geht er in den Ruhestand. "Klar gab es Höhen und Tiefen und auch Rückschläge und Enttäuschungen. Aber ich würde es noch einmal so machen", sagte er und empfahl den Schülern, sich einen Beruf zu suchen, der auch Spaß macht. "Geld ist wichtig, aber nicht alles. Ohne Spaß kann das Berufsleben sehr lang werden."

86 Schüler haben ihren Abschluss geschafft. Davon gehen zehn in eine Duale Ausbildung. "Leider nur zehn", sagte Kamm. "Zukünftig werden Fachleute im Handwerk fehlen - Handwerk wird gerade in Zukunft goldenen Boden haben." Zehn Schüler gehen in eine weitere schulische Ausbildung, 17 werden die höhere Berufsfachschule im Bereich Wirtschaft besuchen und drei den Bereich Gesundheit und Soziales. Acht haben sich für eine Fachoberschule entschieden, zwei für ein Berufskolleg. Zwölf wollen ihr Abitur am Gymnasium in Wermelskirchen machen, fünf an einem anderen Gymnasium. Zehn besuchen das Wirtschaftsgymnasium, vier leisten ein soziales Jahr und zwei gehen in die Ausbildungsvorbereitung. Einer möchte über das Kolleg Erzieher mit Abitur werden, einer macht Bundesfreiwilligendienst und für einen geht es ein Jahr ins Ausland. Große Pläne - da pass Konrektor Kamms Worte: "Glück auf!"

Quelle: RP
 
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