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Wermelskirchen
90 Jahre Film-Eck - Tag der offenen Tür am Samstag

Wermelskirchen. Morgen, Samstag, wird an der Telegrafenstraße gefeiert - 90 Jahre Film-Eck Wermelskirchen. Das ist etwas Besonderes, denn dieses urgemütliche Kino mit den 115 Plätzen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten gegen die großen Multiplex-Kinos behauptet. Und das Publikum dankt dafür dem Ehepaar Christel und Klaus Schiffler durch ihre Treue.

1927 richtete Klaus Schifflers Großvater Ewald in Saal seines "Restaurant Reichshalle" einen Kinobetrieb ein. Unterstützt wurde Ewald Schiffler damals von seinem Sohn Erich, dem Vater von Klaus Schiffler. Die "Reichshalle" wurde bis dahin hauptsächlich für Vereinsveranstaltungen sowie Tanz- und Varieté-Programm genutzt. Das Kino eröffnete am 14. Oktober 1927 unter dem Namen "Reichshallen-Lichtspiele".

1950, zu Zeiten des Kinobooms, bekam das heutige Film-Eck Konkurrenz: Das "Park-Theater" eröffnete mit 600 Sitzen - 1969 machte es wieder dicht. 1972 übernahmen Christel und Klaus Schiffer in dritter Generation das Kino. Die beiden 78-Jährigen führen es also schon 45 Jahre.

Die Schifflers laden zum kleinen Umtrunk ein; auf der Leinwand gibt es eine Trailershow der alten Filme, alte Kinomaschinen werden ebenso ausgestellt wie die alte Bestuhlung des Restaurants. Klaus Schiffler wird über die Entstehungsgeschichte erzählen, die Unterschiede zwischen 35 Millimeter-Film und Digital den Gästen erläutern und demonstrieren. "Und wir werden alle Fragen zwischen 11 und 18 Uhr beantworten", sagt er.

Inzwischen gibt es seit 13 Jahren das Kirchenkino und seit zehn Jahren das Traumkino mit anspruchsvollem Programm - und im dritten Jahr Theater. Darüber freut er sich: "Das ist fast immer rappelvoll."

(tei.-)
 
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