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Wermelskirchen
Abbruchhaus - Zukunft immer noch ungewiss

Wermelskirchen: Abbruchhaus - Zukunft immer noch ungewiss
Die ehemalige Obdachlosenunterkunft an der Taubengasse: Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sie zusammenbricht. FOTO: Teifel
Wermelskirchen. Wird die ehemalige Obdachlosenunterkunft abgerissen? Gibt es neue Parkplätze? Die Stadt hält sich da bedeckt. Der Verkauf ist beschlossen. Von Udo Teifel

Das Schicksal der ehemaligen Obdachlosenunterkunft zwischen Taubengasse und Berliner Straße ist besiegelt: Das Grundstück soll verkauft werden. Es hat lange gedauert, bis es zu einer politischen Entscheidung kam, was mit Gebäude und Grundstück passieren soll - viel zu lange, meint die WNKUWG. Henning Rehse, längst bestätigt auch durch die Stadtverwaltung, sieht großen Handlungsbedarf, in diesem Teil der Stadt Parkplätze anzulegen. "Wir sind es allmählich leid. Wir werden nun zu jeder Fachausschuss-Sitzung Anträge stellen, damit uns die Verwaltung sagt, was sie gedenkt zu tun", erklärte er gestern auf Anfrage.

Seine Fraktion versuche schon seit Jahren, die Parkplatz-Situation in diesem Bereich der Stadt zu verbessern. "In schöner Regelmäßigkeit sind unsere Anträge aber von politischen Mehrheiten abgelehnt worden", erinnert Rehse. Er will nun die Stadtverwaltung so lange mit Anfragen bombardieren, bis sie erklärt, wie mit dem Grundstück umgegangen werde. "Die Verwaltung vermittelt nicht den Eindruck, dass sie unser Ansinnen auf zusätzliche Parkplätze an der Taubengasse unterstützt oder fördert."

Zumal der Tag immer näher rückt, dass die provisorischen Parkplätze unterm Weihnachtsbaum wieder aufgehoben werden. "Diese Stellplätze fehlen dann. Es hätte aber längst schon das Parkproblem gelöst werden können", meint Rehse.

1976 war die Gemarkung Taubengasse von einer Sanierungsgesellschaft im Auftrag der Stadt gekauft worden. Die ehemaligen Eigentümer nahmen dies hin, denn dort sollte Parkfläche entstehen für die heimische Geschäftswelt. Doch bis heute ist nichts geschehen. Dabei weist der Bebauungsplan hier Fläche für Parken aus. "Da muss nichts mehr geändert werden", sagt Rehse und versteht nicht, warum das alles so lange dauert.

Er vertritt den Standpunkt, für einen Euro dieses Grundstück an einen Investor zu verkaufen, der dort eine Parkpalette baut -im Gegenzug erhält die Stadt öffentliche Parkplätze. "Besser finde ich aber, dass die Stadt abreißt und ein sauberes Grundstück verkauft - dann ist der Verkaufswert, auch im Gegenzug mit mehr Parkplätzen, höher. Wie lange will uns die Stadtverwaltung denn noch hinhalten?", fragt Rehse.

Die Stadtverwaltung hält sich sehr bedeckt. Zuständig für den Verkauf ist Kämmerer Bernd Hibst: "Wir gehen wie bei allen Objekten vor, die verkauft werden soll. Auch dieses Grundstück mit Gebäude wird zum Verkauf ausgeschrieben."

Quelle: RP
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