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Wermelskirchen
ADFC: Mehrheit blickt nur auf Wählerstimmen

Wermelskirchen. Frank Schopphoff vom ADFC Wermelskirchen spricht den politischen Gegnern des Radverkehrs gegen die Einbahnstraße in der Innenstadt ein verantwortliches, vorausschauendes Handeln ab. In einer Stellungnahme zur Verkehrsdiskussion unterstellt er Büfo, WNKUWG und CDU, auf Wählerstimmen zu blicken statt den einjährigen Verkehrsversuch zu verlängern.

Er sieht eine widersprüchliche Verkehrspolitik, denn die einst zum Innenstadtumbau gemeinsam beschlossene Rahmenplanung werde nicht beachtet. So verfolge das Innenstadtkonzept das Ziel, die Telegrafenstraße zu entlasten, indem der motorisierte Individualverkehr über den Brückenweg geleitet werde: "Das sollte die Aufenthaltsqualität in der Telegrafenstraße verbessern und motivieren, bei kurzen Strecken vom Auto aufs Rad umzusteigen oder vom Parkplatz zu Fuß in die Stadt zu gehen."

Statt entsprechende Beschlüsse zu fassen, unterstützten zahlreiche Entscheidungsträger ungeordnetes Parken auf der linken Seite - manche wollen gar zusätzliche Parkmöglichkeiten schaffen. Statt Radverkehr zu fördern, werde Fahrradfahrern verallgemeinert die Schuld zugewiesen. "Die Zuschüsse für den Umbau hat die Stadt bekommen, jetzt rudert die Mehrheit wieder zurück", so seine Einschätzung.

Wer radelnde Familien mit Kindern über den Brückenweg führen möchte, setze sie großen Gefahren aus, da diese in den verengten Bereichen immer wieder durch ungeduldige Autofahrer abgedrängt werden, weiß Schopphoff. Und wer Kinder auf dem Gehweg (bis zum Alter von acht Jahren erlaubt) die Kölner Straße hinunter fahren und die vorfahrtsberechtigte Schillerstraße kreuzen lassen wolle, während begleitende Eltern durch partende Autos von den Kinder getrennt auf der Straße bleiben, handele unverantwortlich.

Während in anderen europäischen Ländern der Verkehrsraum geteilt werde, drohten in Wermelskirchen lebensbedrohende Konflikte.

Quelle: RP
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