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Wermelskirchen
Ärger mit der Grünpflege - Stadt verweist auf den Personalstand

Wermelskirchen. Regina Beeretz ist enttäuscht. "Für uns ist das ganz neu. Bisher hat die Stadt den Weg immer gereinigt und im Winter gekehrt. Warum jetzt auf einmal nicht mehr? Wenn sich etwas ändert, sollte man doch wenigstens mal als Anlieger informiert werden."

Am Bürgermonitor hatten die Eheleute Beeretz ihr Leid geklagt. Sie besitzen ein Grundstück an der Altenberger Straße. Zwischen der Privatfläche und dem Bürgersteig befindet sich auf einer Länge von etwa 40 Metern bis zur Landstraße 101 eine zwei bis drei Meter tiefe städtische Fläche, dicht bepflanzt mit hohen Sträuchern und Bäumen. Und die sorgen für viel Laub, das auf dem Bürgersteig liegt und besonders bei regnerischem Wetter, das ja nicht selten im Bergischen ist, für einen rutschigen Untergrund sorgt.

Regina Beeretz hatte schon mehrfach in der Stadtverwaltung angerufen, aber nie eine gescheite Auskunft bekommen, wer dafür zuständig ist - und warum die Stadt das nicht reinigt. Sie war bislang davon ausgegangen, dass die Stadt die Reinigungspflicht hat. Das ist aber laut Tiefbauamtsleiter Harald Drescher nicht so. Im Gespräch mit der BM sagte er, dass die Anlieger für die Reinigung dieser Bürgersteige zuständig seien, auch wenn sich Grünstreifen zwischen Privatgrundstück und Weg befänden (BM berichtete).

Für Frau Beeretz unverständlich. Zumal gleich nebenan eine städtische Fläche ist, wo Altglascontainer stehen. "Wir haben den Mitarbeiter mal angesprochen, warum er nicht auch den Gehweg reinigt. Er habe nur gesagt, mit seinem Fahrzeug sei das nicht möglich, da käme ein anderer Mitarbeiter."

Harald Drescher hat inzwischen Regina Beeretz angerufen. Ihm tue es leid, dass sie trotz mehrfacher Telefonate im Rathaus nicht an den zuständigen Mitarbeiter verwiesen wurde. "Wir arbeiten daran, dass so etwas nicht mehr vorkommt." Drescher habe die Eheleute über die Situation informiert. "Letztlich ist die Stadt weder für die Reinigung noch für den Winterdienst zuständig." Dieser Grünstreifen werde so behandelt wie Beete in der Stadt, die auch von Anliegern gepflegt werden müssten.

Warum in den vergangenen Jahren die Stadt den Weg gereinigt habe, wisse er auch nicht. "Aber wir müssen jetzt unsere Grünpflegeaufgaben reduzieren, weil wir zu wenig Mitarbeiter haben", sagte er als Grund für diesen Schritt. Laut Drescher muss die Änderung der Arbeitsweise den Anliegern auch nicht angezeigt werden.

(tei.-)
 
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