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Ferien mit der BM im Klettergarten
An Seilen gesichert von Baum zu Baum

Ferien mit der BM im Klettergarten: An Seilen gesichert von Baum zu Baum
Auf sich alleine gestellt, aber immer mit Rücksicht auch auf die anderen Kinder, waren die Jungen und Mädchen der BM-Ferienaktion gestern im Klettergarten in Hückeswagen unterwegs. FOTO: Jürgen MOll
Wermelskirchen. Mehr als 30 Kinder waren gestern bei der BM-Ferienaktion im Hückeswagener Klettergarten unterwegs. Die Jungen und Mädchen entwickelten dabei enorm viel Teamgeist, obwohl sie sich nicht kannten. Wichtig für alle war der sogenannte "Affe". Von Walter Schubert

Wermelskirchen Im Klettergarten in Hückeswagen lässt es sich auch bei Temperaturen über 30 Grad gut aushalten. Die großen Bäume spenden Schatten, und immer weht ein angenehmer Wind. Mehr als 30 Kinder haben sich eingefunden bei der BM-Ferienaktion. Mats (6), der schon bei der Talsperrenaktion dabei war, ist zum ersten Mal im Klettergarten. Er und auch die anderen Kinder schauen am Anfang ein bisschen ungläubig nach oben. "Da sollen wir hoch? Von einem Baum zum anderen?"

In zwei Gruppen - die Kleinen und die Großen - geht es los. Es dauert ein wenig, bis alle mit einem Klettersteig-Set und einem Helm ausgerüstet sind. Die Kinder warten geduldig, denn Sicherheit geht vor. "Kinder bis elf Jahre gehen unbekümmert an die Aufgaben heran. Die älteren und auch Erwachsene denken viel mehr nach", sagt Gundel Ehlis, Geschäftsführerin der GHW Bergisch-Land. Dann wird die erste Aufgabe im Parcours erklärt: Immer gesichert durch einen großen Karabinerhaken und der Seilrolle, dem sogenannten "Affen". "Der Affe ist ganz wild auf das Seil", erklärt Betreuerin Gina. So können sich die Kinder merken, dass die Seilrolle wichtig ist und immer korrekt am Seil befestigt wird.

Zunächst geht es ganz vorsichtig los. Es gilt, die Höhenangst zu überwinden und Vertrauen in die Sicherungen aufzubauen. "Die Gurte, die euch tragen, sind mit 2,5 Tonnen vom TÜV geprüft", sagt Ehlis. "Sie halten aber fünf Tonnen aus." Damit sich die Kinder das besser vorstellen können fügt sie hinzu: "Das sind zwei Autos. Das hält." Es geht von Baum zu Baum über Seile, Bretter, Autoreifen oder wackelige Brücken.

Nach der dritten Station ruft Paul (8) seinem Großvater Rainer Schmitz zu: "Eigentlich gar nicht so schwer.". Er macht das ganz geschickt und hat bald einen Vorsprung vor der Gruppe.

Wunderbar ist die Geduld und Hilfsbereitschaft unter den Kindern, die sich meistens gar nicht kennen. Sie geben sich Tipps und fragen: "Kann ich helfen?" Mehr als 30 Kinder klettern in den Bäumen und es herrscht Stille im Wald. "Die quatschen gar nicht", wundert sich Betreuerin Gina.

Hochkonzentriert geht es immer höher. Sie gewinnen immer mehr Sicherheit, die Gurte tragen sie, aber ein klein wenig bleibt schon ein mulmiges Gefühl bei bis zu 15 Meter Höhe. "Einige Firmen kommen mit ihren Azubis zu uns", sagt Ehlis. "In dem Klettergarten lässt sich die Persönlichkeit oder die Teamfähigkeit besser feststellen als nur in einem Gespräch." Wer diesen Parcours absolviert hat, kann stolz sein. "Ich habe mich getraut, und ich habe es geschafft." Die BM-Ferienkinder dürfen jedenfalls sehr stolz auf sich und ihre Leistung ein.

Quelle: RP
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