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Wermelskirchen
Andreas Siemetzki - der Herr über das Wasser in Dabringhausen

Wermelskirchen. Seit einem Jahr ist der 48-Jährige Vorsteher des Wasserversorgungsverbands Dabringhausen. Für die Mitglieder hat er immer ein offenes Ohr.

Wenn Andreas Siemetzki morgens aus dem Bett steigt, richtet er seinen Blick erst einmal auf den Computer. Dort kann er nämlich den Wasserverbrauch verschiedener Messstellen im Gebiet des Wasserversorgungsverbandes Dabringhausen (WVV) ablesen. Nachts zwischen 2 und 3 Uhr ist der Verbrauch am geringsten. Tritt in dieser Zeit an einer Meßstelle ein erhöhter Wasserverbrauch auf, deutet dies auf ein Leck im Leitungsnetz hin.

Dann schlägt der WVV-Vorsteher Alarm, die Meßstationen lokalisieren den Rohrbruch, mit Ortungsgeräten wird die zu reparierende Stelle punktgenau bestimmt. Eine Fachfirma behebt den Schaden. "In der Regel sind solche kleinen Schäden innerhalb von einem Tag behoben", sagt Siemetzki, der vor einem Jahr die Nachfolge von Walter Stahlhacke als Verbandsvorsteher angetreten hat. Viele kleinere Undichtigkeiten im Rohrnetz seien in den vergangenen zwölf Monaten aufgetreten, was aber normal sei, erläutert Siemetzki. Einmal sei aber auch eine Hauptleitung "hochgegangen" - da muss dann für die Zeit der Reparatur der Wasserfluss auch mal umgeleitet werden, um die Versorgung zu sichern.

Andreas Siemetzki ist für fünf Jahre als Vorsteher gewählt, "ich freue mich auf die nächsten vier Jahre", sagt er. Seine Hauptaufgabe besteht darin, dafür zu sorgen, "dass der Verband wirtschaftlich im Sinne der Mitglieder bestehen kann". Der WVV Dabringhausen ist nicht gewinnorientiert, sondern arbeitet mit dem "Plus-Minus-Null-Ziel".

In seinem ersten Jahr als Vorsteher hatte er viel zu tun, weil er sich einarbeiten musste - "ich hoffe, dass sich das jetzt etwas reduziert", sagt Siemetzki, der für seine ehrenamtliche Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung erhält.

"Die Tätigkeit ist mit einer guten Mannschaft sehr angenehm, es gibt auch für mich immer Ansprechpartner", sagt der Vorsteher. Und er betont: "Wir sind für Notfälle rund um die Uhr erreichbar." Siemetzki wurde in Bechhausen geboren, wuchs in Tente aufgewachsen und zog dann nach Dabringhausen. Dort fühlt er sich verwurzelt.

Als Unternehmer und Geologe betreibt er mit seiner Firma unter anderem Brunnenbohrungen, Umweltuntersuchungen und Hydrogeologie.

Die Wasserversorgung sieht der Verbandsvorsteher langfristig gesichert. "Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel, was hier reichlich in guter Qualität verfügbar ist, dafür sorgen die hohe Talsperren-Dichte und der viele Niederschlag", sagt er. Der Versorgungsverband, der 1650 Haushalte mit Trinkwasser versorgt, könne das Wasser günstig anbieten und sei durch seine Ansässigkeit vor Ort immer schnell ansprechbar und greifbar.

(sng)
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