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Wermelskirchen
Anfeuern, zittern, jubeln

Wermelskirchen: Anfeuern, zittern, jubeln
Wer holt den Sieg im nächsten Wettkampf? Vom Beckenrand aus feuern die Kinder ihre Mitschüler an. FOTO: N. Hertgen
Wermelskirchen. 200 Kinder schwimmen bei den 40. Stadtmeisterschaften der Grundschulen im Quellenbad um die Wette. Von der Tribüne aus halten Eltern die sportlichen Leistungen mit dem Handy fest. Gesamtsieger wird die Schwanenschule. Von Walter Schubert

Bereits zum 40. Mal organisierte der WTV die Stadtmeisterschaften im Schwimmen. 200 Kinder der Katholischen Grundschule St. Michael, der Grundschule Ost, der Schwanenschule sowie der Verbundschulen Dabringhausen/Dhünn sowie Am Heiderbach waren gemeldet und schwammen gestern im Quellenbad um den Sieg in ihren Jahrgängen.

"Zunächst machen die Schulen ein ,Ausschwimmen', also einen internen Wettbewerb. Dann melden sie ihre besten Schwimmer an", erklärte Klaus Junge vom WTV. "Früher gab es diesen Wettbewerb auch für die weiterführenden Schulen. Das haben wir aber mangels Interesse eingestellt." Junge arbeitet mit vielen ehrenamtlichen Helfern hinter den Kulissen. Die Vorbereitungen und auch die Auswertungen machen viel Arbeit. "Zuerst kommen die 1. und 2. Klassen dran, danach die 3. und 4. Klassen", erklärte Birgit Gallus, die Protokoll führte und die Urkunden ausdruckte. "Jedes Kind erhält eine Urkunde - die drei Jahrgangsbesten erhalten Medaillen."

Die beste Schule wird mit dem "Bürgermeisterpokal" ausgezeichnet. Geschwommen werden 25 Meter Brust. Dazu kommen noch ein Staffelschwimmen und ein "Spaßschwimmen", bestehend aus T-Shirt-Schwimmen, Luftmatratzen-Staffel und Wasserball-Staffel. "Dabei zu sein, ist wichtig, aber auch der Ehrgeiz, dass die eigene Schule gewinnt", sagte Junge. Das bestätigte auch Ina Leonhardt, die von der Tribüne ihren Sohn Ben (10) anfeuerte. "Klar will jeder gewinnen, aber die eigene Schule ist ganz wichtig", sagte die Mutter. "Deshalb hat ja auch jede Schule ein eigenes T-Shirt. Die Identifikation mit der Schule steht ganz weit vorne."

Während die Eltern die sportlichen Leistungen ihrer Kinder von der Tribüne aus mit Smartphones für die Ewigkeit festhielten, waren die Kinder gestern unten am Beckenrand kaum ansprechbar. Entweder mussten sie gerade schwimmen oder ihre Kameraden lautstark anfeuern. Und dann war ein normales Gespräch gar nicht mehr möglich. Die Jungen und Mädchen waren begeistert, die Spannung, wer am Ende das Rennen macht, war riesig. Sie mussten sich zunächst gedulden, denn alle Zeiten waren erst am Nachmittag ausgewertet.

Quelle: RP
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