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Wermelskirchen
Antrag: Gegenläufigen Radverkehr sofort beenden

Wermelskirchen. Büfo, CDU und WNKUWG sind sich einig: Der Radverkehr soll künftig nicht mehr durch die Telegrafenstraße führen. Von Sebastian Radermacher

Das große Hin und Her um den gegenläufigen Radverkehr in der Telegrafenstraße geht in die nächste Runde – und möglicherweise haben die Radfahrer dabei diesmal das Nachsehen. Denn Bürgerforum, CDU und WNKUWG sind sich seit gestern einig: Der gegenläufige Radverkehr in der Telegrafenstraße soll umgehend beendet werden.

Das ist das Ergebnis eines kurzfristig einberufenen Treffens am Donnerstagabend. Nachdem die Stadtverwaltung am Mittwoch die Forderung der Unfallkommission für den Radverkehr umgesetzt und auf der Telegrafenstraße linksseitig ein absolutes Halteverbot eingerichtet hatte (die BM berichtete exklusiv), kamen Vertreter der Fraktionen zusammen und diskutierten die neue Situation.

Das Ergebnis: Die drei Fraktionen haben für die nächste Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt am 29. April einen gemeinsamen Antrag formuliert: Der Ausschuss sowie am 13. Mai auch der Stadtrat mögen beschließen, "den gegenläufigen Radverkehr in der Telegrafenstraße unverzüglich zu beenden". Zudem soll ein Gesamtkonzept für die Führung des Radverkehrs durch die Innenstadt, das Alternativrouten zur Telegrafenstraße enthält, erstellt und beschildert werden. Büfo, CDU und WNKUWG besitzen im Fachausschuss und im Rat eine Mehrheit.

Die Fraktionen fordern in ihrem Antrag Bürgermeister Eric Weik ausdrücklich auf, "keine weiteren Fakten in der Örtlichkeit zu schaffen, bis über diesen Antrag entschieden ist".

Man habe sich intensiv mit Aktenmaterial (Verkehrsentwicklung, Gutachten, Beschlüsse, Protokolle, Stellungnahmen, Vermerke etc.) zu diesem Thema beschäftigt. "Wir kommen zu dem Ergebnis, dass die aktuell in der Örtlichkeit vorzufindende Situation in keinster Weise mit dem Aktenmaterial und der Beschlusslage in Einklang steht." In den vorhandenen Schriftsätzen werde immer wieder auf die Gefahren durch den gegenläufigen Radverkehr hingewiesen. "Von uns wurde auch ein externer Sachverstand hinzugezogen, wir kommen zu dem eindeutigen Ergebnis, den gegenläufigen Radverkehr sofort zu beenden."

Jörgensgasse, Schillerstraße bis zur Einmündung in die Kölner Straße sowie die Kölner Straße seien gute Alternativen für die Führung des Radverkehrs durch die Stadt. Die Steigungen am Schwanen und an der Berliner Straße seien ähnlich. Dies könne also kein Ausschlusskriterium für die Routenführung sein. "Zudem sorgen Routen, die über den neu gestalteten Markt führen, für eine Belebung auch dieses Teils der Innenstadt", heißt es im Antrag.

Quelle: RP
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