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Wermelskirchen
Arbeitskreis Loches steht kurz vor der Gründung eines Vereins

Wermelskirchen. Durch die neue Organisationsstruktur soll die Arbeit verbessern. Das Finanzamt muss aber noch die Gemeinnützigkeit feststellen. Von Walter Schubert

Mit einer Schweigeminute für die Terroropfer in Frankreich und im Gedenken an die verstorbenen Mitglieder des Arbeitskreises Loches begann die Sitzung am Mittwochabend. Im Anschluss ging es vor allem um die Frage, wie der Arbeitskreis Loches in Zukunft seine Arbeit strukturiert. Auf der vorangegangenen Sitzung war die Gründung eines Vereins beschlossen worden, laut Tagesordnung sollte diesmal eigentlich über eine Satzung abgestimmt werden. "Dafür ist es aber noch zu früh", sagte Rechtsanwalt Bernhard Schulte, der die Vorlage erarbeitet hatte. Zunächst geht diese Satzung an das Finanzamt, um die Gemeinnützigkeit festzustellen. Schulte: "Ich gehe davon aus, dass der Verein im Januar gegründet werden kann."

Ob sich die Probleme des Arbeitskreises durch die Vereinsgründung ändern? Die Themen liegen auf der Hand: Probleme beim Auf- und Abbau des Standes zu den Stadtfesten, Probleme bei der Standbesetzung durch freiwillige Helfer, Probleme bei der Pflege des Loches-Platzes und die Erkenntnis, dass junge Menschen nur schwer für die Arbeit zu gewinnen sind. Welche Vorteile bringt also eine Vereinsgründung?

"Der Stellenwert eines eingetragenen Vereins ist höher als bei einem Arbeitskreis. Im finanziellen Bereich haftet der Verein und nicht der Vorstand. Und ein Verein kann Sponsoren gewinnen", erklärte Schulte. Ein weiteres Ziel ist eine bessere Organisation, eine klarere Darstellung nach außen und eine genauere Aufgabenverteilung. "In der Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung wird sich nichts ändern", bestätigte Bürgermeister Rainer Bleek.

Er hat sich zur nächsten Fahrt nach Loches (5. bis 8. Mai 2016) angemeldet. "Ich muss gestehen, dass ich noch nie da war", sagte Bleek. "In unserer anderen Partnerstadt Forst war ich bereits." Ab sofort können sich alle Wermelskirchener, die die Partnerstadt in Frankreich am Himmelfahrtswochenende besuchen möchten, bei Stefan Rabe im Rathaus anmelden: Tel. 710105, Mail an s.rabe@wermelskirchen.de.

1953 entstanden die ersten Kontakte nach Frankreich, die ersten Austauschbegegnungen zwischen Schulen fanden 1969 statt. Im Jahr 1974 wurde zwischen Wermelskirchen und Loches die Vereinbarung zur Städtepartnerschaft offiziell unterzeichnet. Nach 41 Jahren wurden nun ein paar Erinnerungen ausgetauscht. "Ich durfte als junges Ratsmitglied 1972 mit nach Loches fahren, weil ich französisch konnte", sagte Bernhard Schulte. Henning Conrads erinnerte sich an die erste Sitzung des Arbeitskreises, die im Balkan-Restaurant stattfand. Conrads brachte jetzt 24 kleine Gläser mit und übergab sie dem Vorsitzenden Klaus Flanhardt. "Das Motiv der Partnerschaftsblume wurde vom Wermelskirchener Künstler Günter Lilge gestaltet", erklärte Conrads. So ist der AK Loches nun für eine Weinprobe bestens gerüstet.

Quelle: RP
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