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Wermelskirchen
Auch in Wermelskirchen streiken heute einige Lehrer

Wermelskirchen. Der Warnstreik der angestellten Lehrer wirkt sich auch auf den Unterricht in Wermelskirchen aus. So beteiligen sich heute je zwei angestellte Lehrer der Hauptschule und des Berufskollegs Bergisch Land am Streik, wie die Schulen auf Anfrage der BM mitteilten. Der Streik führe zu einem Unterrichtsausfall von jeweils fünf Stunden. An der Realschule fallen durch die Beteiligung von zwei Lehrern sogar acht Stunden Unterricht aus. Der vorübergehende Ausfall einer streikenden Lehrkraft der Schwanenschule wird ohne Unterrichtsausfall kompensiert.

Seit gestern sind mehrere zehntausend angestellte Lehrer in NRW zum Warnstreik aufgerufen. Die Forderungen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sehen eine Lohnerhöhung um 5,5 Prozent, mindestens aber um 175 Euro vor. Zudem möchten sie einen eigenen Tarifvertrag für angestellte Lehrer durchsetzen. Gestern fiel vor allem in Düsseldorf, Essen, Wuppertal und Duisburg Unterricht aus. Heute folgen Schulen des Regierungsbezirks Köln.

Die Gewerkschaften kritisieren die Ungleichbehandlung von verbeamteten und angestellten Lehrern. Nach Angaben der GEW verdienen angestellte Pädagogen bei gleicher Qualifikation, Tätigkeit und Dienst bis zu 590 Euro netto im Monat weniger. In NRW sind zwischen 33 000 und 40 000 Lehrer angestellt. Die konkreten Zahlen variieren je nach Quelle (Bildungsministerium, Gewerkschaften). Verbeamtete Lehrer dürfen nicht streiken.

Aus den Wermelskirchener Schulen ist seitens der verbeamteten Lehrer Verständnis für den Streik der Kollegen zu hören. "Das ist deren gutes demokratisches Recht", sagt eine Lehrkraft. Eine andere spricht von einer Schieflage zuungunsten der angestellten Lehrer.

(mak)
 
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