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Wermelskirchen
Auf dem Engelweg durch Burg

Wermelskirchen. Mehr als 90 Engel sind ab dem ersten Advent bei einem vorweihnachtlichen Spaziergang zu entdecken. Von Maxine Herder

Es wird himmlisch in Burg: Denn ab dem ersten Advent leuchten im Stadtteil in Vorgärten, vor Haustüren, auf Dürpeln und Balkonen mehr als 90 Engel. In Unter- und Oberburg, vor Privathäusern, Gaststätten oder am Schloss werden die Himmelsboten zu sehen sein. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt: "Die Engel müssen überhaupt nichts mitbringen, sie dürfen so sein, wie die Burger sich Engel vorstellen. Es können gekaufte genauso wie selbst gebaute Engel sein, Holz- oder Drahtfiguren, aus Stahl oder als großes Bild, kitschige oder ganz schlichte Engel", sagt Carola Eckert.

Die Burgerin hat den Engelweg initiiert - und ist begeistert von der Resonanz. "Mehr als 90 Burger haben ihre Teilnahme zugesagt. Ich finde es ganz toll, wie viele Reaktionen wir auf diese Aktion bekommen haben und wie die Leute sich reinhängen", freut sie sich. Die Idee für den Engelweg hat sie von einer Freundin in Bonn, ursprünglich kommt die Initiative dazu aus der Schweiz. Die Burger Engel bringen noch eine Botschaft mit: "Wir haben den Ausstellern vorgeschlagen, zu ihren Engeln jeweils einen kurzen Text oder einen passenden Spruch zu stellen", meint Eckert.

Dabei ist der Burger Engelweg nicht nur eine Einladung zu einem besinnlichen und ganz besonderen Spaziergang durch den Stadtteil in der Vorweihnachtszeit, sondern auch ein klares Bekenntnis der Burger zu ihrem Stadtteil: "Wir wollen zeigen, dass wir hier im Dorf eine eingeschworene Gemeinschaft sind. Und dass wir trotz aller Widrigkeiten - beispielsweise der Baustelle und der vielen Leerstände - bereit sind, unseren Stadtteil so schön zu gestalten wie es möglich ist", sagt Eckert. Umso mehr freue sie sich über die Vielfalt der Menschen, die mitmachten. "Es sind ganz viele Privatleute, aber auch etliche Gastronomen und der Schlossbauverein. Und auch die in der Burger Jugendherberge untergebrachten Flüchtlingskinder werden sich beteiligen." Für alle, die den Engelweg abgehen möchten, hat Carola Eckert vor allem einen Tipp: "Sie sollten sich Zeit nehmen." Als eine mögliche Route schlägt sie vor, mit der Talsperrenstraße in Oberburg zu beginnen, den Schlossberg herunter zu gehen, über die Müngstener Straße zu laufen und bis in die Hasenclever Straße zu wandern. "Hier und auch auf anderen Wegen wird man den Engeln begegnen", verspricht Eckert.

Die Engel in Ober- und Unterburg sind vom ersten Advent an voraussichtlich bis zum 6. Januar zu besichtigen. Doch die himmlischen Wesen sollen auch darüber hinaus erhalten bleiben, zumindest auf dem Papier: "Wir werden eine Broschüre herausgeben, in der alle Engel mit einem Foto und ihrer jeweiligen Botschaft vorgestellt werden."

Quelle: RP
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