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Wermelskirchen
Awo-Trägerschaft - Entscheidung fällt Ende Februar

Wermelskirchen. Bei einem finalen Treffen wird entschieden, ob die Trägerschaft für Kita, OGS und Schuldnerberatung eine Zukunft hat.

Hat die Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt (Awo) für den Kindergarten an der Jörgensgasse sowie für fünf Offene Ganztagsschulen und die Schuldnerberatung in Wermelskirchen eine Zukunft? Bei der Stadtverwaltung wird diese Frage intern zurzeit heiß diskutiert, eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen, teilt Dezernent Jürgen Graef auf Anfrage unserer Redaktion mit. Der Zeitplan sehe so aus, dass Stadtverwaltung und Awo Ende des Monats zu einem finalen Gespräch zusammenkommen werden. "Dann wird entschieden, wie es mit der Trägerschaft weitergeht", sagt Graef.

Die Awo ist durch Tarifsteigerungen in finanzielle Schieflage geraten. Sie muss eine Lücke von jährlich etwa 870.000 Euro kompensieren und erwägt aus diesem Grund, mehrere Einrichtungen abzustoßen.

Ein Sondierungsgespräch zwischen der Awo Rhein-Oberberg und der Gewerkschaft Verdi endete unterdessen ohne konkretes Ergebnis. Von einem sachlichen Gespräch berichtete Verdi-Sekretär Arno Appelhoff. Allerdings habe die Awo nicht die erhofften belastbaren Zahlen vorgelegt, sagte er. "Das macht es für uns natürlich schwierig. Wir wissen viele Dinge nicht. Einen Blindflug werden wir aber nicht mitmachen", verdeutlichte Appelhoff. Verdi stellte eine konkrete Forderung an die Awo: "Vorbedingung für weitere Verhandlungen ist, dass ein unabhängiger Wirtschaftsgutachter schnell einen Blick auf die Zahlen und die strukturelle Aufstellung des Awo-Kreisverbandes wirft", sagte Appelhoff.

Auch Martina Gilles, Kreis-Geschäftsführerin der Awo, sprach von einem konstruktiven Gespräch. Sie signalisierte Bereitschaft, dass die Awo weiter mit Verdi an Lösungen arbeiten wolle. "Wir müssen jetzt umfängliche Berechnungen anstellen." Kurzfristige Lösungen könne man nicht erwarten.

(ser/sül)
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